Um 10:00 Uhr fiel der Startschuss für die Talentiade. Insgesamt nahmen 151 Kinder (71 Mädchen und 80 Jungen) aus 26 Grundschulen teil. In einem rotierenden Stationsbetrieb hatten die Teilnehmer*innen die Möglichkeit, innerhalb von etwa zwei Stunden ein breites Spektrum an Sportarten kennenzulernen und sich auszuprobieren.
In diesem Jahr präsentierten sich insgesamt acht Sportarten: Badminton, Basketball, Handball, Kanu, Leichtathletik, Ringen, Rudern und Volleyball. An jeder Station wurden die Kinder von Vertreter*innen der Vereine und Fachverbände betreut, die ihre Sportart praxisnah vorstellten und erste sportliche Fähigkeiten beobachteten.
Für viele Kinder war es die erste Gelegenheit, neue Bewegungsformen kennenzulernen – entsprechend groß waren Neugier, Ehrgeiz und die Freude an der Bewegung.
Medaillen für Schnelligkeit und Kraft
Nach dem Durchlaufen aller Stationen stand der sportliche Abschluss auf dem Programm: die Siegerehrungen. In den Disziplinen Leichtathletik (20 Meter Sprint) und Rudern (30 Sekunden‑Watttest am Ergometer) wurden jeweils die besten Mädchen und Jungen ausgezeichnet. Die Leistungen wurden mit viel Applaus gewürdigt – unabhängig von Platzierung oder Ergebnis.
Zur Siegerehrung waren Bezirksstadtrat für Sport Marco Brauchmann sowie Steffen Sambill, Leiter der Sportjugend Berlin, vor Ort. In ihren Worten hoben sie nicht nur die sportlichen Leistungen der Kinder hervor, sondern dankten ausdrücklich den beteiligten Sportvereinen und den engagierten Eltern, ohne deren Unterstützung eine Talentiade in dieser Form nicht möglich wäre.
Besonders erfreulich war der respektvolle Umgang untereinander: Die Kinder feuerten sich gegenseitig an, gratulierten sich fair und sorgten so für eine rundum positive Wettkampfstimmung.
Studie der Humboldt-Universität
Begleitend zur Talentiade wurde eine wissenschaftliche Untersuchung der Humboldt‑Universität zu Berlin durchgeführt. Dabei erhielten ausgewählte Kinder vor und nach der Talentiade die Möglichkeit, ihre Muskulatur mithilfe moderner Ultraschalltechnik näher kennenzulernen. Im Fokus der anonymisierten und vollkommen risikofreien Untersuchung standen die Wadenmuskulatur und die Achillessehne. Die Studie der Abteilung Trainings‑ und Bewegungswissenschaften erforscht, wie sich sportliche Aktivität im Kindesalter auf Muskeln und Sehnen auswirkt und ob Zusammenhänge zu motorischen Leistungen erkennbar sind. Für die Kinder bot sich dabei ein spannender und anschaulicher Einblick in die „Motoren der Bewegung“ – ihre eigenen Muskeln bei der Arbeit.
Ein gelungener Talentiade‑Tag
Die Talentiade Treptow‑Köpenick 2026 zeigte einmal mehr, wie wichtig niedrigschwellige Sportangebote zur Talententdeckung und Bewegungsförderung sind. BERLIN HAT TALENT bedankt sich herzlich bei allen teilnehmenden Kindern und ihren Eltern, bei den zahlreichen Helfer*innen, den engagierten Sportartenvertreter*innen sowie den Hallenwarten der Sporthalle Adlershof für die hervorragende Unterstützung.
Mit vielen neuen Eindrücken, sportlichen Erfolgserlebnissen und strahlenden Gesichtern ging ein gelungener Veranstaltungstag zu Ende.
Wir freuen uns bereits jetzt auf die Talentiade im kommenden Jahr!