32 Kinder mit verschiedenen Behinderungen, darunter körperlich-motorische Einschränkungen, Sehbeeinträchtigungen, Autismus, geistigen Behinderungen oder Hörbehinderungen, waren vergangenes Wochenende vor Ort, um die fünf inklusiven Sportangebote auszuprobieren. Damit sich alle Kinder bestmöglich orientieren und kommunizieren konnten, begleiteten zwei Gebärdensprachdolmetscherinnen den Tag und sorgten für eine barrierearme Verständigung.
Fünf Sportarten – Fünf Wege zur Begeisterung
Die beteiligten Sportvereine präsentierten ein breites Spektrum an inklusiven Bewegungsformen und standen den Kindern mit viel Geduld, Fachwissen und Engagement zur Seite:
- ID-Judo (TSV Spandau)
Sven Neuber und Sabrina Feld zeigten den Teilnehmer*innen spielerische Judotechniken, die Körpergefühl, Balance und gegenseitigen Respekt förderten. - Fußball (SC Lebenshilfe)
Mario Greßmann und Sven Fehlandt sorgten mit Dribbelparcours, Passtraining und Abschlüssen aufs Tor für mitreißende Energie und viel Spaß. - Basketball (ALBA Berlin)
Hier standen Wurfspaß, Motorikübungen und Bewegungsfreude im Mittelpunkt – stets unterstützt durch die beiden Trainerinnen Leonie und Johanna, die im Verein bereits eine inklusive Trainingsgruppe leiten. - Fechten (Berliner Fechterbund e.V.)
Mit Schaumstoffschlegel und kleinen Reaktionsspielen erhielten die Kinder durch Karsten Häschel und seine Kollegin Nadia spannende Einblicke in eine Sportart, die sonst nur selten ausprobiert werden kann. - Blasrohrschießen (DJK Spandau)
Präzision, Ruhe und Konzentration sind beim Blasrohrschießen gefragt. Thomas Bialkowski präsentierte mit seinen beiden Kolleginnen eine ebenfalls noch weniger bekannte Sportart, die sowohl bei den Kindern als auch den Helfer*innen sehr gut ankam.
Spaß, Erfolgserlebnisse und persönliche Begegnungen
Alle Kinder hatten die Möglichkeit im Stationsbetrieb jede Sportart auszuprobieren, neue Fähigkeiten zu entdecken und dabei auch ihre eigenen Grenzen zu überwinden. Die Atmosphäre in der Flatow-Sporthalle war geprägt von Freude, Motivation und gegenseitiger Unterstützung – ob zwischen Kindern, Eltern, Trainer*innen oder Helfer*innen.
Zwischendurch konnten sich die Eltern am Infostand von BERLIN HAT TALENT über inklusive Sportangebote in Berlin sowie unsere Gutscheinaktion informieren. Falls ein kleiner Energieschub nötig war, konnte sich bei dem Catering des ansässigen Vereins, dem ATV Berlin 1861, gestärkt werden.
Nachdem alle Sportarten-Stationen durchlaufen wurden, erhielt jedes Kind zum Abschluss eine Medaille und eine Urkunde für die großartigen Leistungen.
Ein Tag, der Brücken baut
Der Inklusive SportTag hatte ein deutliches Anliegen: Kinder und ihre Eltern mit Trainer*innen und Vereinen zu vernetzen und so nachhaltige Wege in den organisierten Sport zu eröffnen. Viele Familien nutzten im Anschluss an die praktischen Stationen die Chance, im Rahmen des Sportartengesprächs erste Kontakte zu den Sportvereinen knüpfen.
Das Programmziel wurde erreicht: Hemmschwellen abbauen, Informationen zugänglich machen und Kinder in die Sportvereine zu vermitteln.
Wir möchten uns herzlich für die Anwesenheit von Bezirksstadtrat Andy Hehmke sowie LSB-Präsident Thomas Härtel bedanken, die zur Eröffnung ein kurzes Grußwort hielten.
Genauso bedanken möchten wir uns bei Kirsten Leow (Geschäftsführerin des Behinderten- und Rehabilitationssportverbands Berlin), Anke Nöcker (Leiterin des Bereichs Sport beim LSB), Katja Brückner (Gesellschaftliches Engagement bei der Berliner Sparkasse) und Lucia Wolfarth (Sportentwicklung & Kiezkoordinatorin Füchse Berlin) für ihren Besuch!
Ein großer Dank geht auch an die Helfer*innen, Sportartenvertreter*innen, den Hallenwart und die beiden Gebärdensprachdolmetscherinnen, die diesen Tag für alle zu einem besonderen Erlebnis gemacht haben!
Nächstes Jahr geht es dann wie gewohnt mit Veranstaltungen rund um das Programm BERLIN HAT TALENT weiter.