Jasmin Brayshaw — Ein Berliner Sprungtalent hebt ab

Wie für fast alle Kin­der begann es auch für Jas­min in der Schu­le, dass sie mit den klas­si­schen Sport­ar­ten ers­te Erfah­run­gen machen konn­te. Der Sport­un­ter­richt war für sie eine Gele­gen­heit, sich zu bewe­gen, Spaß zu haben und neue Din­ge aus­zu­pro­bie­ren. Neben­bei trai­nier­te sie auch schon 1–2 mal die Woche in einem Ten­nis­ver­ein. Ihre gro­ße Lei­den­schaft ent­wi­ckel­te sich jedoch erst so rich­tig, als sie 2018 an der Talen­tia­de des Bezirks Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf teil­nahm. Jas­min erin­nert sich noch gut an die Auf­re­gung, die sie ver­spür­te, als sie dort ankam. Die vie­len ver­schie­de­nen Sport­ar­ten, die sie aus­pro­bie­ren konn­te, waren über­wäl­ti­gend und boten ihr eine ganz neue Per­spek­ti­ve auf die viel­sei­ti­ge Sportlandschaft.

Sprungtalent - Jasmin Brayshaw

Sprung­ta­lent — Jas­min Brayshaw

Die Talen­tia­de war für Jas­min ein unver­gess­li­ches Erleb­nis. „Es hat so viel Spaß gemacht!“, erzählt sie. „Ich konn­te unter­schied­li­che Dis­zi­pli­nen ken­nen­ler­nen und letzt­lich ent­schei­den, wel­che mir am meis­ten Spaß macht.“ Die­se Mög­lich­keit, Neu­es aus­zu­pro­bie­ren, war für sie ent­schei­dend und leg­te den Grund­stein für ihre sport­li­che Lauf­bahn. Nach der Talen­tia­de wuss­te sie, dass ihr Herz für die Leicht­ath­le­tik schlug. Kur­ze Zeit spä­ter mach­te sie ein Pro­be­trai­ning in einem Ver­ein und trat die­sem schnell bei – die per­fek­te Entscheidung!

Im Ver­ein blüh­te Jas­min auf. Die Leicht­ath­le­tik gab ihr nicht nur die Chan­ce, ihre sport­li­chen Fähig­kei­ten wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, son­dern auch, vie­le neue Freund*innen zu fin­den. „Das Sport­trei­ben im Ver­ein bedeu­tet mir sehr viel“, erklärt sie. „Es hat mich gelehrt, dass das Leben nicht immer ein­fach ist, aber man kann immer das Bes­te dar­aus machen und opti­mis­tisch blei­ben. Wenn man hart arbei­tet und an sich glaubt, kann man alles erreichen.“

Jas­min liebt die Viel­fäl­tig­keit ihrer Sport­art. „Leicht­ath­le­tik ist sehr abwechs­lungs­reich“, sagt sie. „Man hat zwar Wett­be­wer­be, aber gleich­zei­tig unter­stüt­zen sich die Sportler*innen gegen­sei­tig. Das fin­de ich beson­ders toll! Es gibt immer die­se posi­ti­ve Ener­gie im Trai­ning und wäh­rend der Wettkämpfe.“

Mit jedem Trai­ning wuchs auch ihr Ehr­geiz. Jas­min hat gro­ße Zie­le: Sie möch­te an den Deut­schen Meis­ter­schaf­ten, den Euro­pa­meis­ter­schaf­ten und sogar an inter­na­tio­na­len Wett­kämp­fen teil­neh­men. Ihr Traum ist es, eines Tages für Olym­pia zu trai­nie­ren. „Ich las­se mich von nichts und nie­man­dem auf­hal­ten. Solan­ge ich flei­ßig trai­nie­re, kann ich alles schaffen!“

Jasmins Traum ist es, eines Tages für Olympia zu trainieren.

Jas­mins Traum ist es, eines Tages für Olym­pia zu trainieren.

Ihr Wil­le und Fleiß haben sich bereits aus­ge­zahlt. Jas­min hat eini­ge bedeu­ten­de Erfol­ge erzielt. Bei den Deut­schen Meis­ter­schaf­ten 2023 (U16) wur­de sie Vize-Meis­te­rin im Drei­sprung und im Jahr 2024 (U18) im 400-Meter-Lauf. Zudem kann sie auf Sil­ber und Bron­ze bei den Nord­deut­schen Meis­ter­schaf­ten 2022 und 2023 im 300-Meter-Lauf zurück­bli­cken. Aber das ist nicht alles – sie hat auch eini­ge Titel bei den Ber­lin-Bran­den­bur­gi­schen Meis­ter­schaf­ten gewon­nen und hält einen Ber­li­ner Rekord im Drei­sprung der WU16.

Seit 2020 besucht Jas­min die Eli­te­schu­le des Sports, in der sie ihre Pas­si­on für die Leicht­ath­le­tik wei­ter ver­tie­fen kann. Die Eli­te­schu­le bie­tet bes­te Bedin­gun­gen um die schu­li­schen und sport­li­chen Akti­vi­tä­ten opti­mal auf­ein­an­der abzu­stim­men. Außer­dem trifft sie dort Gleich­ge­sinn­te, die ihre Begeis­te­rung für Sport und Leis­tung tei­len. „Es ist groß­ar­tig, sich mit Men­schen zu umge­ben, die die­sel­ben Zie­le ver­fol­gen wie ich“, sagt sie. „Wir moti­vie­ren und inspi­rie­ren uns gegenseitig.“

Jas­min hat auch einen wert­vol­len Tipp für zukünf­ti­ge Teilnehmer*innen der Talen­tia­de: „Seid mutig, pro­biert alles aus und glaubt an euch!“ Die­se Bot­schaft hat nicht nur ihr eige­nes Leben prägt, son­dern könn­te auch das Leben vie­ler jun­ger Sportler*innen verändern.

Abschlie­ßend lässt sich sagen, dass Jas­mins Geschich­te nicht nur von sport­li­chen Erfol­gen geprägt ist, son­dern auch von per­sön­li­chem Wachs­tum, Freund­schaf­ten und dem Glau­ben an sich selbst. Sie lebt jeden Tag mit Lei­den­schaft und Ent­schlos­sen­heit, und man kann sicher sein, dass dies erst der Anfang einer viel­ver­spre­chen­den Kar­rie­re in der Leicht­ath­le­tik ist.

Fotos von Ste­pha­nie Steinkopf/Ostkreuz