Schlagwort-Archiv: Gesundheit

BERLIN HAT TALENT auf der 3. Landeskonferenz Sport und Gesundheit des Landessportbundes Mecklenburg-Vorpommern in Güstrow

Wie kön­nen Akteu­re aus den Berei­chen Bil­dung, Erzie­hung, Gesund­heit und Sport effek­tiv zusam­men­ar­bei­ten, um Kin­dern den Zugang zur regel­mä­ßi­gen Bewe­gung in Schu­le und Sport­ver­ein zu ermög­li­chen? Unter die­sem Mot­to lässt sich die 3. Lan­des­kon­fe­renz Sport und Gesund­heit des Lan­des­sport­bun­des Meck­len­burg-Vor­pom­mern (LSB M‑V) zusam­men­fas­sen, die am 19. April 2018 im Bür­ger­haus in Güs­trow statt­fand. Neben zahl­rei­chen Sport­lehr­kräf­ten, Übungs­lei­tern, Erzie­hern, Ärz­ten sowie Ver­tre­tern des Bil­dungs­mi­nis­te­ri­ums und Kran­ken­kas­sen folg­ten auch wir vom Lan­des­sport­bund Ber­lin mit dem Pro­jekt BERLIN HAT TALENT der freund­li­chen Ein­la­dung des LSB M‑V.

BERLIN HAT TALENT auf der 3. Landeskonferenz Sport und Gesundheit, Foto: LSB M-V /Adrian

BERLIN HAT TALENT auf der 3. Lan­des­kon­fe­renz Sport und Gesund­heit, Foto: LSB M‑V /Adrian

Nach einer „beweg­ten Eröff­nung“ (leben­di­ge Sta­tis­tik) durch Mode­ra­to­rin Dör­te Gra­ner sowie ein­füh­ren­den Wor­ten von Andre­as Bluhm (Prä­si­dent des LSB M‑V), der die Not­wen­dig­keit regel­mä­ßi­ger sport­li­cher Bewe­gung her­aus­stell­te, folg­ten Impuls­re­fe­ra­te von Prof. Dr. Eck­art Balz (Ber­gi­sche Uni­ver­si­tät Wup­per­tal) und Jörg Heus­ler (Gesund­heits­amt Vor­pom­mern-Rügen). Die gesund­heit­li­chen Fol­gen von Inak­ti­vi­tät in der Schu­le sowie der gestei­ger­te Medi­en­kon­sum wur­den als zen­tra­le Risi­ko­fak­to­ren für die Gesund­heit der Kin­der iden­ti­fi­ziert. Gleich­zei­tig zeig­ten die gesam­mel­ten Gesund­heits­da­ten der Schul­ein­gangs­un­ter­su­chun­gen der ver­gan­ge­nen Jah­re, dass sich ein Abwärts­trend sowohl von der moto­ri­schen Leis­tungs­fä­hig­keit als auch des all­ge­mei­nen Gesund­heits­zu­stan­des der Kin­der in  Meck­len­burg-Vor­pom­mern abzeich­ne­te. Die­sem Trend gilt es ent­ge­gen­zu­wir­ken und so wur­de in den fol­gen­den fünf Work­shops inten­siv über Lösungs­stra­te­gien diskutiert.

Vom moto­ri­schen Test zur qua­li­fi­zier­ten Bewe­gungs­emp­feh­lung“ hieß der Work­shop 5, der von den Refe­ren­ten Jani­ne Gegus­ch und Jan Lese­ner vom LSB Ber­lin durch­ge­führt wur­de. Nach einer aus­führ­li­chen Dar­stel­lung des Deut­schen Moto­rik-Tests sowie den dif­fe­ren­zier­ten Ansät­zen des Pro­jek­tes BERIN HAT TALENT (Talent- und Bewe­gungs­för­de­rung) stell­te sich die Fra­ge, ob eine ähn­li­che Umset­zung auch in dem Flä­chen­land Meck­len­burg-Vor­pom­mern umsetz­bar wäre. Die Teil­neh­mer/-innen des Work­shops zeig­ten sich sehr offen, dem Ber­li­ner Modell in Tei­len zu fol­gen und nach Mög­lich­kei­ten der Imple­men­tie­rung zu suchen. Gera­de von Sei­ten der Medi­zin herrsch­te ein gro­ßes Inter­es­se an einer zukünf­ti­gen Zusam­men­ar­beit. Auch wenn die Initia­ti­ve viel Zuspruch erhielt, muss­te man kon­sta­tie­ren, dass eine Umset­zung des gesam­ten Pro­jek­tes nicht ganz so ein­fach zu rea­li­sie­ren ist. Meck­len­burg-Vor­pom­mern ist ein Land der Diver­si­tät, in der klei­ne Dör­fer und gro­ße Städ­te zahl­rei­che Unter­schie­de in den Mög­lich­kei­ten der Sport­för­de­rung offen­ba­ren. Zudem fehlt es aktu­ell noch an finan­zi­el­ler und orga­ni­sa­to­ri­scher Unter­stüt­zung sei­tens der Lan­des­re­gie­rung, um ein ähn­li­ches Pro­gramm zu initi­ie­ren. Bewe­gung und Sport stel­len nicht nur in Ber­lin ele­men­ta­re Bau­stei­ne für eine gesun­de Zukunft der her­an­wach­sen­den Genera­ti­on dar. Wir hof­fen, dass wir ein paar neue Erkennt­nis­se lie­fern konn­ten, wie es gelin­gen kann, aus den Ergeb­nis­sen moto­ri­scher Tests qua­li­fi­zier­te Inter­ven­ti­ons­maß­nah­men zu initi­ie­ren und durch­zu­füh­ren, von denen talen­tier­te Kin­der wie eben jene mit moto­ri­schem För­der­be­darf glei­cher­ma­ßen profitieren.

Jan Lese­ner

Olympiasieger Karl Schulze zu Besuch in der Bewegungsfördergruppe der Carl-Bolle-Grundschule

Er ist Dop­pel­olym­pia­sie­ger (2012, 2016), Welt­meis­ter (2015) und Euro­pa­meis­ter (2013) und kann bereits jetzt auf eine sehr erfolg­rei­che sport­li­che Kar­rie­re zurück­bli­cken. Als Spit­zen­sport­ler stellt Karl Schul­ze somit ein wah­res Vor­bild für die her­an­wach­sen­de Genera­ti­on dar. Eben die­ser Vor­bild­funk­ti­on wur­de er am 24.11.2017 mehr als gerecht, als er die Bewe­gungs­för­der­grup­pe der Carl-Bol­le-Grund­schu­le in Ber­lin Mit­te besuch­te.  Die von Frau Gröb­ner betreu­te Sport-AG trifft sich ein­mal die Woche zum gemein­sa­men Trai­ning. Dort wer­den “moto­ri­sche Defi­zi­te” spie­le­risch auf­ge­ar­bei­tet und zahl­rei­che neue Bewe­gungs­er­fah­run­gen vermittelt.

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Karl Schul­ze zu Besuch in der Bewe­gungs­för­der­grup­pe der Carl-Boll-Grundschule

Einen Spit­zen­sport­ler, der zudem als Poli­zei­be­am­ter tätig ist, hat­ten bis­her die wenigs­ten Kin­der per­sön­lich ken­nen­ler­nen kön­nen. Neben vie­len Tipps und Ein­drü­cken aus sei­nem sport­li­chen All­tag, erläu­ter­te er den Kin­dern vor allem die Bedeu­tung von regel­mä­ßi­ger Bewe­gung. Abschlie­ßend stand er für Fotos und Auto­gramm­wün­sche zur Ver­fü­gung und berei­te­te den Anwe­sen­den somit einen unver­gess­li­chen Nach­mit­tag. Wir hof­fen, dass die­ser gemein­sa­me Aus­s­tausch die Kin­der dar­in bestär­ken wird, sich wei­ter­hin sport­lich zu betä­ti­gen, laut Karl Schul­ze natür­lich auch gern im Rudersport.

Gleich­zei­tig nutz­te der Olym­pia­sie­ger die Gele­gen­heit, sich über das Pro­jekt BERLIN HAT TALENT zu infor­mie­ren und beglei­te­te die Kin­der bei der einen oder ande­ren sport­li­chen Auf­ga­be. Die­ser Ein­blick in die Bewe­gungs­för­der­grup­pe der Carl-Bol­le-Grund­schu­le wur­de von dem Video­por­tal sport­fa­nat auf­ge­zeich­net. Einen Ein­druck über das Pro­jekt BERLIN HAT TALENT sowie die Inhal­te der Bewe­gungs­för­der­grup­pen kön­nen Sie in dem fol­gen­den Film gewin­nen: Olym­pia­sie­ger Karl Schul­ze bei BERLIN HAT TALENT

Jan Lese­ner

 

 

 

 

 

Ein Projekt zeigt Wirkung

Pres­se­ge­spräch über „Ber­lin hat Talent” mit Klaus Böger, Pro­fes­sor Jochen Zin­ner und Pro­fes­sor Bernd Wolfarth

Wenn ein Pro­jekt seit 2011 läuft und es wird dar­über öffent­lich eher sel­ten gere­det, ist das ein gutes Zei­chen. Denn es spricht dafür, dass es eine gro­ße und zugleich erfolg­rei­che Unter­neh­mung ist. Mit die­ser eher lau­ni­gen Fest­stel­lung star­te­te LSB-Prä­si­dent Klaus Böger am 27. Novem­ber im LSB ein Zwi­schen­fa­zit-Pres­se­ge­spräch zum bun­des­weit ein­zig­ar­ti­gen Nach­wuchs­för­der­pro­jekt „Ber­lin hat Talent“ und den posi­ti­ven Wir­kun­gen, die es zuneh­mend zei­tigt. „Wenn etwas gut gelingt, und das ist hier der Fall, wird das oft zu wenig her­vor­ge­ho­ben.“ In andert­halb inten­si­ven, infor­ma­ti­ven Stun­den, in denen Böger, Prof. Jochen Zin­ner (OSP-Lei­ter 1995–2013, jetzt Direk­tor Insti­tut für Leis­tungs­sport der Hoch­schu­le für Gesund­heit & Sport, Tech­nik und Kunst/H:G, die das Pro­jekt wis­sen­schaft­lich beglei­tet), DOSB-Olym­pia­arzt Prof. Bernd Wolf­arth und Dr. Tho­mas Pol­ler von der Senats-Bil­dungs­ver­wal­tung Fak­ten zuhauf zur Sache lie­fer­ten, wur­de das über­zeu­gend getan. „Ber­lin hat Talent“ ist in den Jah­ren sei­ner Exis­tenz eine Art Klein-PISA (das euro­päi­sche „Pro­gramm zur Inter­na­tio­na­len Schü­ler­be­wer­tung“ bei Lese‑, Mathe- und natur­wis­sen­schaft­li­cher Kom­pe­tenz) für Dritt­kläss­ler in sport­li­chen Belan­gen gewor­den und hat – so Böger — „ein Aus­maß ange­nom­men, dass wir nun eine Extra-Aus­bil­dung dafür anbieten“.

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Pres­se­ge­spräch zu den aktu­el­len Ergeb­nis­sen des Pro­jek­tes BERLIN HAT TALENT, Foto Jür­gen Engler

Am Beginn des Pro­jekts steht der Deut­sche Moto­rik-Test (DMT) mit sei­nen acht Übun­gen zu Aus­dau­er, Kraft, Schnel­lig­keit, Koor­di­na­ti­on und Beweg­lich­keit, der jähr­lich seit 2011 in Ber­li­ner Stadt­be­zir­ken durch­ge­führt wird und 2018/19 Flä­chen­de­ckung in der Haupt­stadt errei­chen soll. Fast 30 000 Dritt­kläss­ler sind bis­her auf ihre moto­ri­sche Kom­pe­tenz getes­tet wor­den – zuver­läs­si­ge Aus­sa­gen zur Fit­ness und Risi­ko­fak­to­ren lie­gen damit vor. Die­se Daten­ba­sis, so die Refe­ren­ten uni­so­no, ist vor allem eine Chan­ce. Jochen Zin­ner: „Es ist nicht so, dass man sagen muss, es hat alles kei­nen Zweck! Es hat Zweck! Wir sind noch nicht zu spät!“ Klaus Böger: „Mit ‘Ber­lin hat Talent’ sind wir nicht beim ‘müß­te, soll­te, könn­te’ ste­hen geblie­ben, die erho­be­nen Daten bie­ten die außer­or­dent­lich gro­ße Mög­lich­keit dafür, Nega­tiv­trends entgegenzuwirken.“

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Die Bewe­gungs­för­der­grup­pe der Grund­schu­le am Ama­li­en­hof bei Schnup­per­trai­ning bei den Was­ser­freun­den Span­dau 04, Foto: Jür­gen Engler

Das geschieht zum Bei­spiel in 41 gebil­de­ten Bewe­gungs­för­der­grup­pen (BFG) für Kids mit Defi­zi­ten (ca. 500 Teil­neh­mer) und sechs Talent­sich­tungs­grup­pen (TSG) mit 90 Kin­dern „sport­li­cher Bega­bung“. Immer wie­der wur­de im Gespräch dar­auf hin­ge­wie­sen, dass „Ber­lin hat Talent“ inhalt­lich bedeu­te, „mehr als nur Sport zu machen“. Seit Sep­tem­ber läuft eine halb­jähr­li­che Aus­bil­dung mit Hoch­schul­zer­ti­fi­kat – die ers­te Grup­pe umfasst 40 Inter­es­sen­ten — zum Bewe­gungs- und Talent­coach. Mit dem Win­ter­se­mes­ter 2018/19, so Böger, wol­le man auch die Ein­füh­rung eines neu­en Bache­lor-Stu­di­ums für Sport-Sozi­al­ar­bei­ter errei­chen. Dass sich der LSB dabei auch finan­zi­ell enga­giert und Mit­tel aus sei­nem Haus­halt bei­steu­ert, ist für Klaus Böger „eine loh­nen­de und lang­fris­ti­ge Investition“.

Text: Klaus Weise

Wei­te­re Ver­öf­fent­li­chun­gen fin­den Sie hier.

Ein ent­spre­chen­des Video kön­nen Sie hier einsehen.

Auswertungsseminar „Bewegungsförderangebote für Kinder im Grundschulalter“

Am Anfang des Jah­res führ­ten wir zusam­men mit der Bil­dungs­stät­te der Sport­ju­gend Ber­lin unser ers­tes Semi­nar zum The­ma „Bewe­gungs­för­der­an­ge­bo­te für Kin­der im Grund­schul­al­ter – Schatz­su­che statt Feh­ler­fahn­dung“ durch (Link zum Bericht: Schatz­su­che statt Feh­ler­fahn­dung). Die­ses Semi­nar wur­de ins Leben geru­fen, um Grund­schul­leh­rern und Übungs­lei­tern, die im Pro­jekt BERLIN HAT TALENT Bewe­gungs­för­der­grup­pen (BFG) durch­füh­ren, die Mög­lich­keit zu geben, wei­te­re ziel­grup­pen­ori­en­tier­te Bewe­gungs­an­ge­bo­te in ihren AG’s zu präsentieren.

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Inten­si­ver Aus­tausch der Übungs­lei­ter der Bewegungsfördergruppen

Nach gut einem hal­ben Jahr tra­fen sich noch ein­mal alle Teil­neh­mer die­ses Semi­nars zum gemein­sa­men Erfah­rungs- und Gedan­ken­aus­tausch. So gaben zum einen die Leh­rer und Übungs­lei­ter zu vie­len ange­wen­de­ten Spie­len und Übun­gen ein posi­ti­ves Feed­back. Sie berich­te­ten über strah­len­de Kin­der­ge­sich­ter beim Ent­de­cken der neu­en Spiel- und Übungs­for­men außer­halb des offi­zi­el­len Sport­un­ter­richts. Damit ein­her ging die wach­sen­de Moti­va­ti­on der Kin­der mit moto­ri­schem För­der­be­darf, sich mehr zu bewe­gen. Vie­le der durch­füh­ren­den Übungs­lei­ter haben auch auf der Grund­la­ge der Anre­gun­gen aus dem Semi­nar ihren Sport­ma­te­ria­li­en­fun­dus auf­ge­stockt, um ein viel­sei­ti­ge­res Spiel­an­ge­bot machen zu kön­nen. Zum ande­ren war aber auch der Aus­tausch über Pro­blem­si­tua­tio­nen für alle Teil­neh­mer sehr hilf­reich. The­men wie z.B. „Wie gehe ich mit pro­ble­ma­ti­schen Kin­dern in der BFG um?“ bis hin zu „Wel­che Spie­le las­sen sich auch mit klei­nen Grup­pen sinn­voll als Bewe­gungs­an­ge­bot durch­füh­ren?“ wur­den bespro­chen und gemein­sa­me Lösungs­an­sät­ze erarbeitet.

LSB, Berlin hat Talent, Bewegungsfördergruppe, Fortbildung

Inten­si­ver Aus­tausch der Übungs­lei­ter der Bewe­gungs­för­der­grup­pen 2

Mit die­ser Ver­an­stal­tung konn­ten wir unser Pilot­se­mi­nar zum The­ma “Wei­ter­bil­dung für unse­re Übungs­lei­ter” und ande­ren Inter­es­sier­ten zusam­men mit der Bil­dungs­stät­te erfolg­reich abschlie­ßen. Wir bedan­ken uns bei allen Teil­neh­mern für die Erfah­run­gen die wir in die­sem Zusam­men­hang machen konn­ten und die wir in die zukünf­ti­ge Gestal­tung der fol­gen­den Wei­ter­bil­dun­gen mit ein­flie­ßen las­sen werden.

Mar­co Spanehl

Ergebnisse der Längsschnittuntersuchung in Berlin in den Jahren von 2011 bis 2016

Unser wis­sen­schaft­li­cher Beglei­ter des Pro­jek­tes BERLIN HAT TALENT, die Hoch­schu­le für Gesund­heit & Sport, Tech­nik & Kunst (H:G) hat eine Längs­schnitt­un­ter­su­chung für die Jah­re 2011 — 2016 ver­öf­fent­licht. Gern möch­ten wir Ihnen die Erge­nis­se zur Ver­fü­gung stellen.

Für wei­te­re Infor­ma­tio­nen fol­gen Sie die­sem Link: Längs­schnitt­un­ter­su­chung 2011–2016

Schwimmtraining für die Schüler der Grundschule am Amalienhof mit Yusra Mardini und Hagen Stamm

Es ist ein Wie­der­se­hen der beson­de­ren Art zwi­schen den Schü­lern der Grund­schu­le am Ama­li­en­hof und Yus­ra Mar­di­ni. Bereits im Dezem­ber 2016 beglei­te­te die syri­sche Schwim­me­rin zusam­men mit ihrem Trai­ner Sven Span­ne­krebs (Was­ser­freun­de Span­dau 04) die Bewe­gungs­för­der­grup­pe im Rah­men des Pro­jek­tes BERLIN HAT TALENT. Die anste­cken­de Freu­de, mit der sich die Kin­der, die fast aus­schließ­lich moto­ri­schen För­der­be­darf auf­wei­sen, an den unter­schied­lichs­ten Spiel­for­men betei­lig­ten, moti­vier­te Yus­ra Mar­di­ni zu dem Ver­spre­chen, eine zeit­na­he Wie­der­ho­lung fol­gen zu las­sen. Gesagt getan!

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Yus­ra Mar­di­ni ver­teilt wert­vol­le Tipps an die Kin­der, nass­ge­spritzt wird sie trotz­dem. Foto Jür­gen Engler

Am Sams­tag, den 11.02.2017, fan­den sich ins­ge­samt 32 Kin­der im Forum­bad des Olym­pia­parks Ber­lin ein, um zusam­men mit hoch­klas­si­gen Sport­lern der Was­ser­freun­de Span­dau 04 das Lieb­lings­ele­ment von Yus­ra Mar­di­ni, das Was­ser, zu erkun­den. Neben Schwim­men, Tau­chen, dem Sprung vom Start­brett oder ers­ten Was­ser­ball-Ver­su­chen küm­mer­ten sich u. a. Hagen Stamm (Olym­pia-Bron­ze­me­dail­len­ge­win­ner im Was­ser­ball), Rena­te Stamm (Chef-Trai­ne­rin), Anna-Ste­pha­nie Diet­ter­le und Maxi­mi­li­an Oswald (Mit­glie­der der Deut­schen Schwimm­na­tio­nal­mann­schaft) auch um die weni­gen Nicht-Schwimmer.

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Trai­ning des klei­nen Ivan war Chef­sa­che, im Bild Hagen Stamm, Foto Jür­gen Engler

Bei die­ser beson­de­ren Schwimm­ein­heit wur­den die Ver­ant­wort­li­chen des Lan­des­sport­bun­des Ber­lin und der Was­ser­freun­de 04 wie­der ein­mal mit leuch­ten­den Kin­der­au­gen belohnt. Gera­de die­se Augen­bli­cke sind es, die uns in dem Pro­jekt BERLIN HAT TALENT bestär­ken, die Palet­te an Sport­mög­lich­kei­ten gera­de für Kin­der mit moto­ri­schem För­der­be­darf ste­tig zu erwei­tern. In die­sem Kon­text hob Herr Dr. Bran­di, Direk­tor des Lan­des­sport­bun­des Ber­lin, noch ein­mal “die wesent­li­che Bedeu­tung von regel­mä­ßi­ger sport­li­cher Bewe­gung für die Ent­wick­lung der Kin­der her­vor”. Vor allem sport­li­che Vor­bil­der wie Yus­ra Mar­di­ni sind in der Lage, die­se Not­wen­dig­keit spie­le­risch zu vermitteln.

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Grup­pen­bild aller Betei­lig­ten an der Akti­on (Grund­schu­le am Ama­li­en­hof, Was­ser­freun­de Span­dau 04, Lan­des­sport­bund Ber­lin), Foto Jür­gen Engler

Neben dem Spaß, der stets im Vor­der­grund ste­hen soll­te, wird durch den Sport auch die Sozi­al­kom­pe­tenz der Kin­der geschult, wie Yus­ra Mar­di­ni beton­te. Für sie ist es wich­tig, dass „die Kin­der ler­nen nett zuein­an­der zu sein, sich gegen­sei­tig zu hel­fen, tough zu sein und auch die Geduld auf­brin­gen, um ihre Zie­le zu errei­chen. Auch des­halb unter­stützt sie gern das Pro­jekt BERLIN HAT TALENT”.

Ein herz­li­cher Dank gilt den Was­ser­freun­den Span­dau 04, die einen wesent­li­chen Bei­trag für das Gelin­gen die­ser tol­len Akti­on leis­te­ten und will­kom­me­ne Wer­bung für den Schwimm­sport betrie­ben. Kurz vor dem Valen­tins­tag nut­zen wir die Gele­gen­heit, uns in Form von schö­nen Fleu­rop-Blu­men­sträu­ßen bei den Orga­ni­sa­to­ren der gelun­ge­nen Ver­an­stal­tung zu bedanken.

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Blu­men als Dan­ke­schön für die tol­le Umset­zung der Schwimm­stun­de, Foto Jür­gen Engler

Jan Lese­ner

Erfahrungsbericht von Alexander Zacholowski über seine Bewegungsfördergruppe an der Grundschule am Amalienhof

Übungsleiter der Bewegungsfördergruppe, Berlin hat Talent, LSB Berlin, Alexander Zacholowski

Übungs­lei­ter der Bewe­gungs-för­der­grup­pe, Ber­lin hat Talent, LSB Ber­lin, Alex­an­der Zacholowski

Unser ehe­ma­li­ger Lan­des­trai­ner in der Sport­art Tisch­ten­nis, Alex­an­der Zacho­low­ski, hat­te sich im Jahr 2014 dazu ent­schlos­sen, sich als akti­ver Trai­ner aus dem Leis­tungs­sport zurück­zu­zie­hen und wag­te sich in den Schul­dienst. Als Grund­schul­leh­rer ver­sucht Herr Zacho­low­ski seit­dem, sein Fach­wis­sen den Schü­lern der Grund­schu­le am Ama­li­en­hof näher­zu­brin­gen, mit Erfolg!

Da sich Herr Zacho­low­ski bereits mit ver­schie­de­nen Pro­jek­ten des LSB u.a. “Beweg­te Schu­le” aus­ein­an­der­ge­setzt hat, war er natür­lich auch ein belieb­ter Ansprech­part­ner für unser Pro­jekt BERLIN HAT TALENT, in des­sen Rah­men er eine Bewe­gungs­för­der­grup­pe lei­tet. Freund­li­cher­wei­se hat uns Herr Zacho­low­ski einen kur­zen Bericht über sei­ne Ein­drü­cke geschrie­ben, den wir Ihnen gern prä­sen­tie­ren möchten.

Bewegungsfördergruppe der Grundschule am Amalienhof

Bewe­gungs­för­der­grup­pe der Grund­schu­le am Amalienhof

Hier fin­den Sie den Bericht der Bewe­gungs­för­der­grup­pe: Bewe­gungs­för­der­grup­pe der Grund­schu­le am Amalienhof

Gera­de das Feed­back der Übungs­lei­ter und Trai­ner hilft uns dabei, uns ste­tig zu hin­ter­fra­gen, um das Pro­jekt nach­hal­tig zu ver­bes­sern. Vor allem der Kon­takt zu Übungs­lei­tern, die sich wie Herr Zacho­low­ski seit über 30 Jah­ren im Sport­ver­ein ver­dient gemacht haben (SC Sie­mens­stadt) hilft uns bei der Über­füh­rung der Kin­der in geeig­ne­te Sport­ver­ei­ne. Nur durch die Mit­ar­beit z.B. von enga­gier­ten Sport­lehr­kräf­ten wird es uns gelin­gen, auch zukünf­tig einer­seits talen­tier­te Nach­wuchs­sport­ler zu ent­wi­ckeln als auch die Freu­de an der Bewe­gung bei den Kin­dern zu wecken, die aktu­ell noch moto­ri­schen För­der­be­darf aufweisen.

Jan Lese­ner

 

 

BERLIN HAT TALENT bei der APG-Dialogplattform „Strukturen kommen in Bewegung“

Unter dem Mot­to „Struk­tu­ren kom­men in Bewe­gung — Gute Ansät­ze für Bewe­gungs­för­de­rung in allen Lebens­pha­sen” hat am 04. Okto­ber 2016 die ers­te Akti­ons­pro­gramm Gesund­heit-Dia­log­platt­form in der Ber­li­ner Stadt­mis­si­on Lehr­ter Stra­ße stattgefunden.

Die Ver­an­stal­tung wur­de im Rah­men des Akti­ons­pro­gramms Gesund­heit (APG) der Senats­ver­wal­tung für Gesund­heit und Sozia­les durch­ge­führt und von der Koor­di­nie­rungs­stel­le Gesund­heit­li­che Chan­cen­gleich­heit Ber­lin organisiert.

Podiumsdiskussion, Bildquelle: Gesundheit Berlin-Brandenburg

Podi­ums­dis­kus­si­on, Bild­quel­le: Gesund­heit Berlin-Brandenburg

Hier konn­ten die rund 80 Fach­kräf­te, die auf Quartiers‑, Bezirks- und Lan­des­ebe­ne in den ver­schie­dens­ten Res­sorts tätig sind, unter der gro­ßen Über­schrift der Ent­wick­lung einer gesamt­städ­ti­schen Stra­te­gie für Bewe­gungs­för­de­rung in einen Erfah­rungs­aus­tausch tre­ten. Die Kern­the­men waren Bewe­gungs­för­de­rung in Kita und Schu­le, Bewe­gung im öffent­li­chen Raum sowie Koope­ra­ti­on zwi­schen Bewe­gung und Pflege.

Auch das Pro­jekt BERLIN HAT TALENT war durch Jani­ne Gegus­ch und Mar­co Spa­nehl vom Lan­des­sport­bund Ber­lin ver­tre­ten und wur­de erfreu­lich oft durch ver­schie­de­ne Insti­tu­tio­nen als Erfolgs­mo­dell für eine kon­ti­nu­ier­li­che Ent­wick­lung der Bewe­gungs­för­de­rung im Grund­schul­al­ter  genannt. Es wur­de mehr­fach die For­de­rung gestellt, das Pro­jekt in eine Regel­fi­nan­zie­rung zu über­füh­ren. Die­sen Sach­ver­halt und vor allem des­sen Umset­zung kön­nen wir nur unter­stüt­zen, da sich hier­aus einer­seits eine Pla­nungs­si­cher­heit für die Fort­füh­rung des Pro­jek­tes erge­ben und ande­rer­seits die Wei­chen dafür gestellt wer­den wür­den, dass zukünf­tig in einem Schul­jahr alle 12 Ber­li­ner Stadt­be­zir­ke par­al­lel durch den Deut­schen Moto­rik-Test erfasst wer­den könn­ten. Somit wären wir in der Lage, ALLEN Kin­dern der drit­ten Klas­se geeig­ne­te Bewe­gungs­an­ge­bo­te zu unter­brei­ten und die­se nach­hal­tig zu för­dern und zu fordern.

Fishbowl, Strukturen kommen in Bewegung

Abschluss­dis­kus­si­on, Bild­quel­le: Gesund­heit Berlin-Brandenburg

Jan Lese­ner

Workshop für Sportlehrkräfte in sportbetonten Grundschulen am 18.07.2016

Wie moti­vie­re ich Kin­der mit moto­ri­schem För­der­be­darf zur kör­per­li­chen Aktivität?

Um die­se Fra­ge­stel­lung zu beant­wor­ten, führ­ten wir am 18.07.2016 in Zusam­men­ar­beit mit dem Sport- und Gesund­heits­park e. V. den letz­ten Work­shop des Schul­jah­res 2015/16 durch. Dies­mal luden wir die Sport­lehr­kräf­te der sport­be­ton­ten Grund­schu­len sowie des Bezirks Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf ein. Freund­li­cher­wei­se wur­de uns die Sport­hal­le der Alt-Schmar­gen­dor­fer-Grund­schu­le zur Ver­fü­gung gestellt.

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Mar­cel Wer­ner vom Sport- und Gesund­heits­park e. V. (li.) bei der Erläu­te­rung des Sportarten-Zappings

Die all­ge­mei­ne Schu­lung der moto­ri­schen Fähig­kei­ten ohne Tech­nik­schu­lung, metho­di­sche Rei­hen oder all­zu star­ke Regle­men­tie­run­gen, die Rol­le des Trai­ners in der Grup­pe, die Tea­ment­wick­lun­g/-bil­dung, das erfolgs­ori­en­tier­te Trai­ning oder das krea­ti­ve Sport­ar­ten­zap­ping, alles The­men, die von unse­ren Refe­ren­ten End­ré Pus­kas und Mar­cel Wer­ner in Form von pra­xis­be­zo­ge­nen Demons­tra­tio­nen ver­mit­telt wurden.

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Viel Bewe­gung bei unter­schied­lichs­ten und schnell wech­seln­den Aufgabenstellungen.

Auch bei die­sem Work­shop betei­lig­ten sich wie­der inter­es­sier­te Sport­lehr­kräf­te und Übungs­lei­ter mit dem Ziel, nied­rig­schwel­li­ge Bewe­gungs­för­der­grup­pen in den Schu­len zu errich­ten. Wir wol­len gera­de mit die­sen Anre­gun­gen dar­stel­len, wie es gelin­gen kann, “bewe­gungs­fer­nen Kin­der” den Spaß und die Wirk­sam­keit des Sports am eige­nen Kör­per zu erle­ben. Wir freu­en uns bereits dar­auf, dass ab dem neu­en Schul­jahr die neu gewon­ne­nen Erkennt­nis­se an die Kin­der ver­mit­telt wer­den und wei­te­re Bewe­gungs­för­der­grup­pen in den Schu­len entstehen.

Jan Lese­ner

BERLIN HAT TALENT im neuen Schuljahr 2016/17

Das aktu­el­le Schul­jahr befin­det sich noch auf der Ziel­ge­ra­den, da begin­nen bereits die Pla­nun­gen für 2016/17. In die­sem Jahr konn­ten wir neben den “Stamm­be­zir­ken” Lich­ten­berg, Trep­tow-Köpe­nick und Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf die Stadt­tei­le Tem­pel­hof-Schö­ne­berg und Pan­kow sowie die sport­be­ton­ten Grund­schu­len in das Pro­jekt BERLIN HAT TALENT integrieren.

In enger Abspra­che mit unse­ren Pro­jekt­part­nern, der Senats­ver­wal­tung für Bil­dung, Jugend und Wis­sen­schaft, der Hoch­schu­le für Gesund­heit & Sport Tech­nik & Kunst sowie dem Ver­ein spor­tik e. V., fiel die Wahl für das kom­men­de Schul­jahr auf die Bezir­ke Neu­kölln, Mit­te und Span­dau neben Lich­ten­berg, Trep­tow-Köpe­nick und Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf. Dies bedeu­tet, dass in die­sen sechs Bezir­ken der Deut­sche Moto­rik-Test (DMT) durch­ge­führt und sich aus den Ergeb­nis­sen die indi­vi­du­el­le För­de­rung der Kin­der bei Talen­tia­den, Talent­sich­tungs­grup­pen sowie Bewe­gungs­för­der­grup­pen erge­ben wird. Ein Novum stellt in die­sem Schul­jahr der Bezirk Span­dau dar, in dem die ange­stell­ten Sport­leh­rer der jewei­li­gen Grund­schu­len die Test­durch­füh­rung selb­stän­dig wäh­rend des Unter­rich­tes vor­neh­men wer­den. Unse­re Netz­wer­ker Mar­co Spa­nehl (zustän­dig für: Lich­ten­berg, Mit­te und Span­dau) sowie Jan Lese­ner (zustän­dig für: Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf, Trep­tow-Köpe­nick und Neu­kölln) wer­den die Moto­rik-Tests an den jewei­li­gen Schu­len wie­der beglei­ten und ste­hen somit als zen­tra­le Ansprech­part­ner zur Verfügung.

Gern wür­den wir bereits im kom­men­den Schul­jahr eine flä­chen­de­cken­de Betes­tung in ganz Ber­lin durch­füh­ren, um allen Ber­li­ner Bezir­ken eine Inte­gra­ti­on in unser Pro­jekt zu ermög­li­chen. Lei­der las­sen dies sowohl die orga­ni­sa­to­ri­schen als auch die wirt­schaft­li­chen Gege­ben­hei­ten der­zeit noch nicht zu. Wir sind jedoch bestrebt, durch unse­re Arbeit mög­lichst vie­le gute Argu­men­te dafür zu lie­fern, dass sich dies ab dem Schul­jahr 2017/18 ändern wird. Unser Ziel ist es, noch mehr Kin­der als bis­her in den orga­ni­sier­ten Sport zu über­füh­ren bzw. in nied­rig­schwel­li­gen Bewe­gungs­för­der­grup­pen indi­vi­du­ell zu för­dern und zu fordern.

Jan Lese­ner