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Selbsttestung in der Carl-Bolle-Grundschule

Im April hieß es an der Carl-Bol­le-Grund­schu­le für Kin­der der drit­ten Klas­sen wie­der „Deut­scher Moto­rik-Test“. Dies­mal in Eigenregie.

Selbsttestung an der Carl Bolle Schule

Selbst­tes­tung an der Carl Bol­le Schule

Im letz­ten Schul­jahr wur­de nach der Tes­tung durch unser Pro­jekt BERLIN HAT TALENT eine Bewe­gungs­för­der­grup­pe ein­ge­rich­tet, die mit Begeis­te­rung auf­ge­nom­men wur­de. Zudem kam der Olym­pia­sie­ger im Rudern Karl Schul­ze als Über­ra­schungs­gast zu einem Trai­ning in der Bewe­gungs­för­der­grup­pe an der Schu­le vor­bei und ließ sich von den Kin­dern deren Lieb­lings­übun­gen zei­gen. Die Kin­der berich­te­ten nach Abschluss des Jah­res von einer erleb­nis­rei­chen, span­nen­den und spa­ßi­gen Zeit, die sie in der Bewe­gungs­för­der­grup­pe ver­brin­gen konn­ten. Da in die­sem Jahr kei­ne Tes­tung für den Bezirk Mit­te statt­fin­den muss­te für die Fort­füh­rung der AG Bewe­gungs­för­de­rung an der Schu­le eine ande­re Lösung her. Das Pro­jekt räum­te den betrof­fe­nen Grund­schu­len die Mög­lich­keit der Selbst­tes­tung ein, auf deren Grund­la­ge dann die Koope­ra­ti­on fort­ge­führt wer­den kann.

So orga­ni­sier­te die Sport­leh­re­rin Frau Bär­bel Gröb­ner zusam­men mit zwei Kol­le­gin­nen und einer Prak­ti­kan­tin an einem Vor­mit­tag die Tes­tung der vier 3. Klas­sen an ihrer Schu­le in Eigen­re­gie. Die benö­tig­ten Test­ma­te­ria­li­en erhiel­ten sie vom Team BERLIN HAT TALENT das an die­sem Tag auch mit drei Hel­fer/-innen vor Ort war und mit anpackte.

Die anwe­sen­den Mit­ar­bei­ter/-innen des Teams wur­den von den Kin­dern der bis­her bestehen­den Bewe­gungs­för­der­grup­pe (jetzt in der 4. Klas­se) auf dem Schul­hof sofort erkannt und freu­dig begrüßt. Die Kin­der fan­den es scha­de, dass das Jahr in der Bewe­gungs­för­der­grup­pe so schnell vor­über ging, berich­te­ten aber, wie viel Spaß sie bei spie­le­ri­schen Bewe­gungs­spie­len in der Grup­pe hatten.

Man kann das tol­le Enga­ge­ment der Leh­rer­schaft die­ser Schu­le — ins­be­son­de­re das der Sport­leh­re­rin Frau Gröb­ner — für ihre Kin­der her­vor­he­ben und es als Moti­va­ti­on für ande­re Grund­schu­len neh­men, die auch eine Selbst­tes­tung pla­nen, um die Bewe­gungs­för­der­grup­pe wei­ter durch­füh­ren zu können.

Die Kin­der gewin­nen in die­sen BFG´s wert­vol­le Bewe­gungs­er­fah­run­gen und ent­de­cken dadurch ihre Freu­de an kör­per­li­cher Akti­vi­tät und Sport. Viel­leicht wird genau hier für die Zukunft das Fun­da­ment für ein lebens­lan­ges Sport­trei­ben gelegt.

Ruder-Champion bei BERLIN HAT TALENT

Olym­pia-Sie­ger Karl Schul­ze schau­te bei der Talen­tia­de in der Söm­me­ring­hal­le vor­bei, wo sich talen­tier­te Dritt­kläss­ler aus Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf aus­pro­bie­ren konnten.

LSB, Berlin hat Talent, Charlottenburg-Wilmersdorf, Foto: Engler

Karl Schul­ze — Olym­pia­sie­ger im Rudern

156 Kin­der kamen zur Talen­tia­de nach Char­lot­ten­burg, um sich in 13 ver­schie­de­nen Sport­ar­ten zu ver­su­chen. Moder­ner Fünf­kampf, Golf und Kanu waren mit dabei – und auch Ber­lins Olym­pia-Rude­rer Karl Schul­ze, der den Grund­schü­lern sei­nen Sport zeig­te und flei­ßig Auto­gram­me verteilte.

BERLIN HAT TALENT (BHT): Auf wel­chem Weg hast du zum Ruder­sport gefunden?

Karl Schul­ze (K.S.): Ich kam mit dem Rudern durch mei­ne Fami­lie in Ver­bin­dung. Ich bin bereits die drit­te Genera­ti­on, die rudert – sowohl mei­ne Groß­el­tern als auch mei­ne Eltern rudern heu­te noch. Des­halb war ich schon als Kind oft bei Wett­kämp­fen dabei und der Weg, selbst damit anzu­fan­gen, sehr kurz. Mit neun Jah­ren begann ich mich inten­si­ver für den Sport zu inter­es­sie­ren. Die Kin­der, die bei den Talen­tia­den mit­ma­chen, sind auch in die­sem Alter – das fin­de ich perfekt.

Anfangs hat mir weni­ger das Rudern selbst Spaß gemacht – es ging mehr um das Kol­lek­tiv in der Trai­nings­grup­pe. Als dann der eine oder ande­re Erfolg kam, weck­te das mei­nen Ehrgeiz.

BHT: Was war nötig, damit du den Ein­stieg in den Leis­tungs­sport schaf­fen konntest?

K.S.: Der wich­tigs­te Fak­tor ist natür­lich die Fami­lie, die dem Sport gegen­über auf­ge­schlos­sen sein muss und die För­de­rung des Kin­des anstre­ben soll­te. Mei­ne Eltern haben immer ver­sucht, alles mög­lich zu machen, und dar­über bin ich sehr froh.

Als der Lan­des­trai­ner auf mich auf­merk­sam wur­de, war der Weg an die Sport­schu­le die nächs­te Kon­se­quenz. Auch das ist ein wich­ti­ger Bau­stein – dann ist die Ver­bin­dung zwi­schen Sport und Schu­le optimal.

BHT: Wie­so hast du dich dafür ent­schie­den, BERLIN HAT TALENT zu unterstützen?

K.S.: Ich hat­te durch ande­re Sport­ler von eurem Pro­jekt gehört und wuss­te des­halb schon Bescheid, als ihr mich ange­spro­chen habt. Einer­seits ist es natür­lich so, dass ich mit der Zeit in die Vor­bild­rol­le rein­ge­rutscht bin. Zudem bin ich der Mei­nung, dass Sport – egal auf wel­chem Niveau – immer wich­tig ist. Das beginnt in jun­gen Jah­ren, wenn Spaß und Frei­zeit­sport im Vor­der­grund ste­hen. Wenn die Talen­tia­den dazu moti­vie­ren kön­nen, ist das super. Spä­ter wird man sehen, wer sich wie wei­ter ent­wi­ckelt und viel­leicht in den Hoch­leis­tungs­sport übergeht.

BHT: Wel­che Chan­ce siehst du in dem Pro­jekt für die Kinder?

K.S.: Ich den­ke, dass die Kin­der – abge­se­hen von der Bewe­gung – Din­ge ler­nen kön­nen, die sie auch im All­tag benö­ti­gen, z.B. Kon­zen­tra­ti­on, Team­geist und Durch­set­zungs­ver­mö­gen. Ich selbst spü­re immer wie­der, wie mir die­se Schlüs­sel­qua­li­fi­ka­tio­nen im Leben neben dem Sport hel­fen. Aber in mei­nen Augen ist der Spaß im sozia­len Gefü­ge zunächst das Wichtigste.

Neben Lisa Unruh und Anni­ka Schleu ist Karl Schul­ze bereits der drit­te pro­mi­nen­te Ber­li­ner Ath­let, der in die­sem Jahr eine Talen­tia­de im Rah­men des Pro­jek­tes BERLIN HAT TALENT besucht hat.

LSB, Berlin hat Talent, Charlottenburg-Wilmersdorf, Foto: Engler

Anni­ka Schleu und Karl Schul­ze unter­stüt­zen BERLIN HAT TALENT

Fran­zis­ka Staupendahl