Schlagwort-Archiv: Nachwuchsförderung

TalentTag Para-Sport“ in Berlin am 5. Oktober 2022

Am 5. Okto­ber fin­det der „Talent­Tag Para-Sport“ in Ber­lin statt. BERLIN HAT TALENT, ein Pro­gramm des Lan­des­sport­bunds Ber­lin und des Senats, hat gemein­sam mit dem Behin­der­ten- und Reha­bi­li­ta­ti­ons-Sport­ver­band Ber­lin 100 Kin­der zwi­schen zehn und zwölf Jah­ren aus För­der­zen­tren ein­ge­la­den. Sie kön­nen fünf Para-Sport­ar­ten aus­pro­bie­ren: Leicht­ath­le­tik, Schwim­men, Tisch­ten­nis, Boc­cia und Bogen­schie­ßen. Die ange­mel­de­ten Schul­klas­sen wer­den einen Sta­ti­ons­be­trieb durch­lau­fen. Sie kön­nen die ein­zel­nen Sport­ar­ten jeweils 45 Minu­ten tes­ten. Ziel ist es, Kin­dern mit Behin­de­rung für ein regel­mä­ßi­ges Sport­trei­ben zu begeis­tern und Kon­tak­te zu Trainer*innen und Ver­ei­nen zu vermitteln.

TalentTag

Talent­Tag

Die Deut­sche Behin­der­ten­sport­ju­gend unter­stützt den Talent­Tag mit Mit­teln des JP Mor­gen Firmenlaufs.

BERLIN HAT TALENT (BHT) ist eine gemein­sa­me Initia­ti­ve des Lan­des­sport­bunds Ber­lin und des Senats zur Nach­wuchs­för­de­rung. Mit Hil­fe der BHT-Inklu­si­ons­netz­wer­ker kön­nen auch Kin­der mit Behin­de­rung den Deut­schen-Moto­rik Test absol­vie­ren. Aus den Ergeb­nis­sen wer­den Emp­feh­lun­gen abge­lei­tet, wie sich alle Kin­der – mit und ohne Behin­de­rung – sport­lich wei­ter­ent­wi­ckeln können.

Vertreter*innen Ihrer Redak­ti­on sind herz­lich ein­ge­la­den, sich am 5. Okto­ber vor Ort ein Bild von BERLIN HAT TALENT zu machen.

Mein Traum von Olympia

Auf dem Ver­eins­ge­län­de des Ber­li­ner TSC wur­de am 10.9.2022 das jähr­li­che Som­mer­fest gefeiert.
Ca. 1000 Besucher*innen von klein bis groß kamen an die­sem schö­nen Som­mer­tag auf die Sport­an­la­ge, um diver­se Ange­bo­te zu tes­ten. Es waren zahl­rei­che Abtei­lun­gen auf dem son­ni­gen Sport­platz anwe­send und es gab ver­schie­de­ne Vor­füh­run­gen in der (Eis-)Halle.

Die Ruhe vor dem Sturm

Die Ruhe vor dem Sturm

Zusam­men mit dem Lan­des­sport­bund Ber­lin (LSB) und der Deut­schen Olym­pi­schen Gesell­schaft (DOG), die sich als För­der­ver­ein für die Ver­brei­tung des Olym­pi­schen Gedan­kens in Sport und Gesell­schaft ein­setzt, wur­de das Mot­to des Fes­tes „Mein Traum Olym­pia“ gelebt. Da auch BERLIN HAT TALENT unter ande­rem die Teilnehmer*innen der nächs­ten Olym­pi­schen Spie­le sucht, durf­ten wir ein Teil des­sen sein. Die auf­ge­bau­ten Mit­mach­sta­tio­nen des Deut­schen Moto­rik-Tests wur­den sehr gut ange­nom­men und wir haben eini­gen Drittklässler*innen die freu­di­ge Nach­richt über­brin­gen kön­nen, dass die Senats­ver­wal­tung für Bil­dung, Jugend und Fami­lie in die­sem Schul­jahr höchst­wahr­schein­lich auch an ihrer Schu­le den Test durch­füh­ren wird, wenn die Schul­lei­tung Inter­es­se dar­an hat. Unser Stand­weit­sprung­tep­pich wur­de dies­mal von den Gewicht­he­bern genutzt.

  • Mein Traum von Olympia
    Mein Traum von Olympia

Die anwe­sen­den Kin­der und Jugend­li­chen (und teil­wei­se auch Erwach­se­nen) erhiel­ten einen Lauf­zet­tel, auf dem sie die durch­ge­führ­ten Sta­tio­nen abstem­peln las­sen konn­ten, um sich anschlie­ßend am Infor­ma­ti­ons­zelt des Ber­li­ner TSC einen klei­nen Preis abzu­ho­len. Dies war u. a. ein Gum­mi­ball unse­res Programms.

Besucht wur­de das Fest neben den Vor­stands­mit­glie­dern des Ver­eins u. a. auch von unse­rem Direk­tor des LSB, Fried­hard Teuf­fel, sowie der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Can­sel Kizil­te­pe. Um 18 Uhr war die Ver­an­stal­tung zu Ende und wir hof­fen, einen Teil dazu bei­getra­gen zu haben, den Anwe­sen­den die Fas­zi­na­ti­on der unter­schied­lichs­ten Sport­ar­ten und Mit­mach­sta­tio­nen zu ver­mit­teln und ihr Inter­es­se geweckt zu haben, Sport im Ver­ein zu treiben.

  • v.l.n.r. Christopher Krähnert (Geschäftsführer BTSC), Cansel Kiziltepe (Staatssekretärin beim Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen), Frank Schlizio (Abteilungsleiter Leistungssport des LSB)
    v.l.n.r. Chris­to­pher Kräh­nert (Geschäfts­füh­rer BTSC), Can­sel Kizil­te­pe (Staats­se­kre­tä­rin beim Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Woh­nen, Stadt­ent­wick­lung und Bau­we­sen), Frank Schli­zio (Abtei­lungs­lei­ter Leis­tungs­sport des LSB)

Ein herz­li­ches Dan­ke­schön für die Orga­ni­sa­ti­on an den Ber­li­ner TSC, der als Part­ner­ver­ein unse­res Pro­gramms schon eini­ge Mit­glie­der gewin­nen konnte!

Auch Sie möch­ten Part­ner­ver­ein von BERLIN HAT TALENT wer­den? Infor­ma­tio­nen erhal­ten Sie hier.

 

Wie die AOK-Gutscheinaktion Berliner Sportvereine stärken kann

Ziel der AOK-Gut­schein­ak­ti­on ist es, alle teil­neh­men­den Kin­der für den Sport zu begeis­tern und sie in Sport­ver­ei­ne zu ver­mit­teln. Dazu erhal­ten alle Kin­der, die am Deut­schen Moto­rik-Test teil­neh­men, einen indi­vi­dua­li­sier­ten Gut­schein, den sie bei allen BERLIN HAT TALENT-Part­ner­ver­ei­nen (die Akti­on ist offen für alle Ver­ei­ne) ein­lö­sen kön­nen. Die Kin­der kön­nen dafür eine drei­mo­na­ti­ge kos­ten­lo­se Pro­be­mit­glied­schaft in die­sem Ver­ein wahr­neh­men. Im Gegen­zug bekom­men die teil­neh­men­den Ver­ei­ne einen finan­zi­el­len Zuschuss vom LSB.

Mit der Akti­on will BERLIN HAT TALENT nicht nur Kin­der sport­lich för­dern, son­dern auch die Ber­li­ner Sport­ver­ei­ne mit dem Nach­wuchs in Kon­takt brin­gen, sodass im Ide­al­fall neue Ver­eins­mit­glied­schaf­ten dar­aus resultieren.

BERLIN HAT TALENT Gutschein

BERLIN HAT TALENT Gutschein

Ins­ge­samt hat­te der Ber­li­ner Ver­eins­sport durch die Pan­de­mie zu Beginn des Jah­res 2021 schon 33.117 Mit­glied­schaf­ten ver­lo­ren, davon waren unge­fähr die Hälf­te Kin­der und Jugend­li­che. Beson­ders stark betrof­fen sind Hal­len­sport­ar­ten, wie Judo, Tur­nen oder Schwim­men, weil dort zeit­wei­se kein Trai­ning statt­fin­den konnte.

Die Coro­na-Pan­de­mie traf damit auch den Start der Gut­schein­ak­ti­on hart, da auf­grund der Kon­takt­be­schrän­kun­gen der Sport­be­trieb zum Erlie­gen kam und eben­so kei­ne Pro­be­trai­nings mög­lich waren. Die Kin­der konn­ten kei­nen Sport in ihren Ver­ei­nen aus­üben, eben­so konn­ten die Kin­der, die bis­her nicht im Sport­ver­ein waren, Ihre Gut­schei­ne nicht einlösen.

Erst vor­letz­te Woche, am 23. Juni 2022, hob die DOSB-Vize­prä­si­den­tin Kers­tin Hol­ze in ihrer Eröff­nungs­re­de auf dem Par­la­men­ta­ri­schen Abend des deut­schen Sports die gesell­schaft­li­che Bedeu­tung des Sports her­vor und for­der­te ein­dring­lich, den Sport stär­ker res­sort­über­grei­fend in den Blick zu neh­men, Kin­der und Jugend­li­che zurück in die Ver­ei­ne zu holen und durch das Re-Start-Pro­gramm wie­der die Bedeu­tung des Sports für den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt in den Fokus der Poli­tik zu rücken.

Erfreu­li­cher­wei­se zei­gen sich mitt­ler­wei­le ver­mehrt posi­ti­ve Ergeb­nis­se und Erfah­run­gen der BHT-Part­ner­ver­ei­ne durch die Gut­schein­ak­ti­on beson­ders im Hin­blick auf nega­ti­ve Effek­te der Pan­de­mie auf den Sport. Bei­spiel­haft ist dies beim DJK Span­dau der Fall. Der Ver­ein muss­te sich, wie vie­le ande­re Ber­li­ner Sport­ver­ei­ne auch, mit Ver­eins­aus­trit­ten und den damit ver­bun­de­nen Pro­ble­men aus­ein­an­der­set­zen. Nun teil­te uns Tho­mas Bial­kow­ski, Geschäfts­füh­rer des DJK Span­dau, mit, dass der Mit­glie­der­ver­lust abge­fe­dert wer­den konn­te. „Mit Hil­fe der Gut­schein­ak­ti­on konn­ten wir einen eigent­li­chen Mit­glie­der­ver­lust von ca. 20% auf tat­säch­lich nur 10% abfe­dern“, so Bialkowski.

Durch die AOK-Gut­schein­ak­ti­on und die Zusam­men­ar­beit mit den Ber­li­ner Sport­ver­ei­nen konn­te auf der einen Sei­te teil­wei­se eine Abmil­de­rung der Mit­glie­der­ver­lus­te erreicht wer­den und auf der ande­ren Sei­te konn­ten erfolg­rei­che Anrei­ze für Kin­der gesetzt wer­den, in einen Sport­ver­ein ein­zu­tre­ten und kör­per­li­che Akti­vi­tät und Bewe­gung wie­der zu ermöglichen.

Am wich­tigs­ten ist, dass die Kin­der in Bewe­gung blei­ben“, sag­te LSB-Prä­si­dent Tho­mas Här­tel und wünscht sich, dass in den Ver­ei­nen alle gemein­sam dazu bei­tra­gen. Wie schwer sich die Pan­de­mie tat­säch­lich auf den Ver­eins­sport und die moto­ri­schen Fähig­kei­ten der Kin­der aus­wirkt, wird sich jedoch erst in den kom­men­den Jah­ren wirk­lich zeigen.

Sie sind in einem Sport­ver­ein tätig und inter­es­sie­ren sich für die AOK-Gut­schein­ak­ti­on, dann neh­men Sie mit uns Kon­takt auf:

BERLIN HAT TALENT

Hau­ke Hansel

E‑Mail: Hauke.Hansel@lsb-berlin.de

Tel.: 030 – 30002 191

Talentiade-Termine werden verschoben

ACHTUNG!!! Alle geplan­ten Talen­tia­den im Zeit­raum Dezem­ber 2021-Janu­ar 2022 wer­den auf­grund der aktu­el­len COVID-19-Situa­ti­on nicht durch­ge­führt. Die­se Ent­schei­dung wur­de unter Berück­sich­ti­gung auf das Wohl­erge­hen der Kin­der getrof­fen. Das Team von BERLIN HAT TALENT wird alles Erdenk­li­che unter­neh­men, um die­se Ter­mi­ne nach­zu­ho­len. Wir bit­ten um Verständnis.

Familiensportfest auch in Marzahn-Hellersdorf

Am ver­gan­ge­nen Sonn­tag, den 22.08.2021, ver­ließ das gro­ße Fami­li­en­sport­fest des Lan­des­sport­bun­des Ber­lin sein ange­stamm­tes Ver­an­stal­tungs­ge­län­de im Olym­pia­park, um in klei­ne­rer Form die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zu errei­chen. Als Kiez­sport­fest mach­te das neue Ver­an­stal­tungs­for­mat auch am Sport­platz am Blum­ber­ger Damm in Mar­zahn-Hel­lers­dorf halt. Viel­leicht wird aus der coro­nabe­ding­ten Not ja eine Tugend und die Ber­li­ner Bezir­ke bekom­men auch zukünf­tig ihr eige­nes klei­nes Familiensportfest.

Die Mitmachstationen von BERLIN HAT TALENT wurden ausgiebig genutzt

Die Mit­mach­sta­tio­nen von BERLIN HAT TALENT wur­den aus­gie­big genutzt

Neben einem brei­ten Sport­pro­gramm der ansäs­si­gen Sport­ver­ei­ne, wel­ches von Tan­z­an­ge­bo­ten über Kin­der­sport­par­cours und Ball­sport­an­ge­bo­ten hin zu Senio­ren­sport­an­ge­bo­ten reich­te, war auch das Team von BERLIN HAT TALENT mit Mit­ma­ch­an­ge­bo­ten ver­tre­ten. Zudem konn­ten sich inter­es­sier­te Sportler*innen über den Lan­des­sport­bund Ber­lin und sei­ne Koope­ra­ti­ons­pro­gram­me sowie Ange­bots­for­ma­te infor­mie­ren. Etwa 700 Besucher*innen nutz­ten die Gele­gen­heit, die Sport­ar­ten­viel­falt aus­zu­pro­bie­ren und Kon­tak­te zu knüpfen.

Gera­de die aus­ge­wähl­ten Sta­tio­nen des Deut­schen Moto­rik-Tests wur­den von zahl­rei­chen Kin­dern, Eltern und Groß­el­tern aus­pro­biert. Die Prä­senz im Bezirk Mar­zahn-Hel­lers­dorf ist gera­de vor dem Hin­ter­grund beson­ders wich­tig, da der Deut­sche Moto­rik-Test auf­grund des hohen Infek­ti­ons­ge­sche­hens in den ver­gan­ge­nen zwei Schul­jah­ren jeweils ent­fal­len muss­te. Doch in die­sem Schul­jahr ist es hof­fent­lich wie­der soweit. Somit kann das Kiez­sport­fest des Bezirks Mar­zahn-Hel­lers­dorf auch als erneu­ter Start­schuss für unse­re gemein­sa­me Bewe­gungs­in­itia­ti­ve ver­stan­den wer­den. Wie hoch das Inter­es­se an regel­mä­ßi­ger Bewe­gung im Bezirk tat­säch­lich ist, mach­te das Kiez­sport­fest recht deutlich.

Übri­gens: Trotz vol­lem Ter­min­ka­len­der ließ sich die Vize­prä­si­den­tin des Deut­schen Bun­des­ta­ges, Petra Ange­li­ka Pau, auch am Stand von BERLIN HAT TALENT sehen. Hier ein Foto auf ihrem Face­book-Kon­to.

Hannahs Weg zur Eliteschule des Sports

Han­nah strahlt, ihre Mut­ter Nico­le liest ihr eine Mail vor:

Lie­be Fami­lie Wirks,
ich freue mich Ihnen mit­tei­len zu kön­nen, dass wir Han­nah die Emp­feh­lung zur Sport­schu­le im Olym­pia­park-Poel­chau-Schu­le aus­spre­chen können!”

Die 12-jäh­ri­ge Han­nah hat­te schon seit Tagen auf die erlö­sen­de Nach­richt gewar­tet, gemein­sam mit sie­ben ande­ren Mäd­chen aus ihrem Ver­ein, dem Ber­li­ner TSC. Die jun­gen Hand­bal­le­rin­nen hat­ten ein paar Wochen zuvor gemein­sam an der Auf­nah­me­prü­fung für die Sport­schu­le im Olym­pia­park teil­ge­nom­men, koor­di­na­ti­ve, ath­le­ti­sche und sport­art­spe­zi­fi­sche Tests absol­viert. Nicht für alle sie­ben geht der Wunsch, eine Eli­te­schu­le des Sports besu­chen zu dür­fen, in Erfül­lung. Aber Han­nah freut sich natür­lich: “Beson­ders cool ist es, dass gleich drei wei­te­re Mäd­chen vom TSC mit mir in eine Klas­se kom­men, aber auch auf die Mädels und Jungs aus ande­ren Ver­ei­nen freu ich mich!”

Die 12-jährige Hannah in Aktion

Die 12-jäh­ri­ge Han­nah in Aktion

Han­nahs Weg ist bemer­kens­wert, denn er beweist, dass das Nach­wuchs-För­der­pro­gramm des Ber­li­ner Senats und des Lan­des­sport­bundes BERLIN HAT TALENT funk­tio­niert. Han­nah hat vor drei­ein­halb Jah­ren bei BERLIN HAT TALENT mit­ge­macht. Erst hat­te sie in ihrer Schu­le den Deut­schen Moto­rik-Test absol­viert, anschlie­ßend wur­de sie zur Sich­tungs­ver­an­stal­tung ins Ber­li­ner Sport­fo­rum eingeladen.

Han­nah ist damals gera­de 9 Jah­re alt gewor­den und pro­biert die Ange­bo­te der ver­sam­mel­ten Sport­ver­ei­ne aus, toll fin­det sie Gewicht­he­ben, Bas­ket­ball, Fech­ten und Rad­sport. Die Ver­ant­wort­li­chen in all die­sen Sport­ar­ten sind auch begeis­tert von Han­nahs moto­ri­schen Fähig­kei­ten, ihrer unbän­di­gen Bewe­gungs­freu­de, sie wird von fast allen Sport­ar­ten zum Pro­be­trai­ning eingeladen.

An der Sta­ti­on der Sport­art Hand­ball schaut sich Lan­des­trai­ner Chris­ti­an Fit­zek damals per­sön­lich die Talen­te der 3. Klas­sen des Bezirks Lich­ten­berg an. Han­nah fällt ihm gleich auf, ihre Schnel­lig­keit und auch ein gutes Ball­ge­fühl ist schon erkenn­bar. Auch Ver­eins­ver­tre­ter sind bei der Talen­tia­de vor Ort und so kommt Han­nahs Mut­ter Nico­le ins Gespräch mit dem Ber­li­ner TSC. Eine Woche spä­ter ist Han­nah dann schon das ers­te Mal beim Pro­be­trai­ning, aber sie möch­te noch ande­re Sport­ar­ten aus­pro­bie­ren und so dau­ert es fast ein hal­bes Jahr bis sie tat­säch­lich mit dem Hand­ball-Trai­ning anfängt.

Im E — Jugend — Team des Ber­li­ner TSC fin­det Han­nah schnell eine bes­te Freun­din: Leo­nie. Die bei­den sind ein unschlag­ba­res Duo, nicht wirk­lich brav, aber immer lus­tig, hoch moti­viert und gut drauf. Im Hand­ball sind die TSC — Mädels des Jahr­gangs 2008 in den fol­gen­den Jah­ren kaum zu schla­gen. Die Talen­te wer­den zum Stütz­punkt-Trai­ning des Hand­ball-Ver­ban­des Ber­lin ein­ge­la­den und hören da zum ers­ten Mal von der Mög­lich­keit, eine Sport­schu­le zu besu­chen. Für Han­nah ein Traum: gemein­sam mit ihrer bes­ten Freun­din Leo­nie in einer Klas­se und jeden Tage Hand­ball: das klingt für sie nach einem per­fek­ten Plan.

Mitt­ler­wei­le kennt die kon­takt­freu­di­ge Han­nah schon alle ihre künf­ti­gen Mit­schü­le­rin­nen und Mit­schü­ler. In die neue Klas­se “7 S 3” der Sport­schu­le im Olym­pia­park wer­den Hand­ball-Mäd­chen aus vier Ber­li­ner Ver­ei­nen ein­ge­schult, dazu kom­men die Nach­wuchs-Fuß­bal­ler von Her­tha BSC. Die Lehrer*innen kön­nen sich schon mal freu­en auf die­se mun­te­re Mischung!

Die Urkun­de und den Fly­er von BERLIN HAT TALENT hat Han­nah übri­gens auf­ge­ho­ben. Auf der Rück­sei­te des Fly­ers wird erklärt, was BERLIN HAT TALENT eigent­lich ist. Als mit­tel­fris­ti­ges Ziel wird dort der Besuch einer Eli­te­schu­le des Sports genannt, das hat die mitt­ler­wei­le 12-Jäh­ri­ge nun geschafft! Gleich dane­ben steht als “Lang­fris­ti­ges Ziel” der Olym­pia­sieg! Bis dahin ist es natür­lich noch sehr weit, aber Han­nah macht sich schon mal auf den Weg!

Lichtenberg startet Talentiade mit neuen Rekorden

Auch in die­sem Jahr bil­de­te die Talen­tia­de des Bezirks Lich­ten­berg den Auf­takt der Talen­tia­de-Sai­son 2019/2020. Schon die zahl­rei­chen Anmel­dun­gen im Vor­feld lie­ßen ahnen, dass in die­sem Jahr mit einer Rekord­be­tei­li­gung zu rech­nen ist. Die 168 teil­neh­men­den Schü­le­rin­nen und Schü­ler bestä­tig­ten dann auch das gro­ße Inter­es­se in die­sem sport­li­chen Bezirk und sie stell­ten einen neu­en Teil­neh­mer-Rekord auf, der bis­her bei 163 Kin­dern bei einer Talen­tia­de lag.

Gewichtheben kann jeder

Gewicht­he­ben kann jeder

Das Team von BERLIN HAT TALENT lud in die­sem Jahr die sport­lichs­ten Kin­der aus 23 Lich­ten­ber­ger Grund­schu­len zur Talen­tia­de am 30.11.2019 in die Gro­ße Hal­le des Sport­fo­rums ein – auch das ist ein neu­er Rekord der teil­neh­men­den Schu­len beim vor­her durch­ge­führ­ten Deut­schen Motorik-Test.

Ring frei

Ring frei

Die Eltern und Grund­schü­ler/-innen nutz­ten die­ses Sport­event, um sich einen Über­blick über die ver­schie­dens­ten Sport­ar­ten zu ver­schaf­fen. Vor Ort prä­sen­tier­ten sich dazu 13 Sport­ar­ten (Bas­ket­ball, Bogen­schie­ßen, Boxen, Eis­schnell­lauf, Fech­ten, Gewicht­he­ben, Hand­ball, Judo, Leicht­ath­le­tik, Rad­sport, Rudern, Rug­by und Vol­ley­ball), die von Ver­ei­nen des Bezirks vor­ge­stellt wur­den. Im Rie­gen­be­trieb pro­bier­ten die Kin­der dann auch alles aus­gie­big aus.

Glückliche Gesichter bei den Medaillengewinnern

Glück­li­che Gesich­ter bei den Medaillengewinnern

Nach den sport­li­chen Akti­vi­tä­ten gab es noch für das Bogen­schie­ßen, das Gewicht­he­ben und den Rad­sport Medail­len und bei der Sie­ger­eh­rung natür­lich kräf­ti­gen Applaus durch die Kin­der, Eltern und Ver­wand­ten. Danach konn­ten die Eltern und Kin­der direkt mit den Ver­ei­nen Ter­mi­ne für ein Pro­be­trai­ning ver­ein­ba­ren. Zum Schluss beka­men alle Kin­der eine Teil­neh­mer­ur­kun­de und einen Apfel, der viel­leicht den einen oder ande­ren schon auf die nun kom­men­de Weih­nachts­zeit einstimmte.

Ab dem neuen Schuljahr: BERLIN HAT TALENT-Gutscheine!

Das neue Schul­jahr ist gestar­tet und mit dem Schul­jahr star­ten auch wir von BERLIN HAT TALENT wie­der unse­ren jähr­li­chen Deut­schen Moto­rik-Test (DMT). Im Schul­jahr 2019/2020 fin­den der DMT sowie die anschlie­ßen­den Talen­tia­den in den Bezir­ken Lich­ten­berg, Fried­richs­hain-Kreuz­berg, Neu­kölln, Trep­tow-Köpe­nick, Rei­ni­cken­dorf, Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf, Span­dau und Mar­zahn-Hel­lers­dorf statt. Jede der getes­te­ten Schu­len hat im Anschluss auch die Mög­lich­keit, eine Bewe­gungs­för­der­grup­pe zu errichten.

Außer­dem wird BERLIN HAT TALENT um eine Gut­schein­ak­ti­on erwei­tert. Ziel der Akti­on ist es, die am DMT teil­neh­men­den Kin­der ver­mehrt für den Sport zu begeis­tern und sie direkt in Sport­ver­ei­ne zu ver­mit­teln. Des­halb erhal­ten im Schul­jahr 2019/20 alle Teil­neh­mer/-innen von BERLIN HAT TALENT in Zusam­men­ar­beit mit der AOK einen indi­vi­dua­li­sier­ten Gut­schein, den sie bei allen BERLIN HAT TALENT-Part­ner­ver­ei­nen ein­lö­sen kön­nen. Dafür erhal­ten die Kin­der eine drei­mo­na­ti­ge kos­ten­lo­se Pro­be­mit­glied­schaft in die­sem Ver­ein. Die Ver­ei­ne erhal­ten im Gegen­zug einen finan­zi­el­len Zuschuss vom Lan­des­sport­bund Berlin.

Bild eines Gutscheins

Gut­schein (Mus­ter) für eine drei­mo­na­ti­ge Pro­be­mit­glied­schaft bei einem BHT-Partnerverein

Alle Infor­ma­tio­nen zur Gut­schein­ak­ti­on und wie Sie bzw. Ihre Kin­der die erhal­te­nen Gut­schei­ne ein­lö­sen kön­nen, erhal­ten Sie hier.

Sind Sie Ver­tre­ter eines Sport­ver­eins und möch­ten BERLIN HAT TALENT-Part­ner­ver­ein wer­den? Dann kli­cken Sie bit­te hier.

BERLIN HAT TALENT und Nina Kamenik beim Sport-Aktionstag

Am 27. Mai fand an der Stern­berg-Grund­schu­le in Schö­ne­berg ein Sport-Akti­ons­tag statt. 260 Schü­le­rin­nen und Schü­ler konn­ten einen Tag lang vie­le Sport­an­ge­bo­te aus­pro­bie­ren, zum Bei­spiel Inli­ne-Ska­ten, Klet­tern oder BMX-Fah­ren. BERLIN HAT TALENT war auch vor Ort und führ­te mit eini­gen der Schü­ler/-innen den Deut­schen Moto­rik-Test durch.

  • Kind balanciert rückwärts
    Beim Balan­cie­ren rück­wärts ist vol­le Kon­zen­tra­ti­on gefragt, für die Kin­der und die Prü­fer Foto Juer­gen Engler

Dabei wur­de das Team von Ber­lins Eis­ho­ckey-Natio­nal­spie­le­rin Nina Kamenik beglei­tet und gab dem LSB neben­bei noch ein inter­es­san­tes Interview:

LSB: Wie kam es dazu, dass du dich ent­schie­den hast, den Sport-Akti­ons­tag zu unterstützen?

Nina Kamenik: Ich ken­ne das Nach­wuchs-Pro­jekt BERLIN HAT TALENT, weil ich dort selbst ein­mal gear­bei­tet habe – und hat­te auch von den Akti­ons­ta­gen gehört. Nun dach­te ich, dass es inter­es­sant wäre, mir das ein­mal anzu­schau­en – wie es an einer Schu­le kon­kret umge­setzt wird. So ein Akti­ons­tag ist schließ­lich eine gro­ße Sache, mit der eine Schu­le sehr viel Arbeit hat.
Außer­dem ist es für die Kin­der toll, wenn jemand da ist, der in sei­nem Sport schon erfolg­reich ist. Und ich mag die Arbeit mit Kin­dern sehr.

LSB: Des­halb hast du wohl auch bei BERLIN HAT TALENT mit­ge­ar­bei­tet? Bist du in dem Bereich jetzt noch aktiv?

Nina Kamenik: Ja, genau. Ich hel­fe noch ehren­amt­lich bei BERLIN HAT TALENT und war zum Bei­spiel bei der letz­ten Talen­tia­de in Span­dau dabei. Das mache ich immer, wenn ich Zeit habe. Das ist natür­lich manch­mal schwie­rig, weil ich noch stu­die­re und mei­nen Sport habe. Jetzt ist gera­de Som­mer­pau­se, des­halb klappt es der­zeit ganz gut.

LSB: Was stu­dierst du?

Nina Kamenik: Ich stu­die­re Lehr­amt – Sport als Haupt­fach und Eng­lisch als Zweitfach.

LSB: Wie siehst du dei­ne Rol­le, wenn du als Leis­tungs­sport­le­rin an so einem Tag dabei bist?

Nina Kamenik: Ich fin­de wich­tig, dass die Kin­der Vor­bil­der haben oder sehen, was man errei­chen kann. Außer­dem ist das eine schö­ne Gele­gen­heit zu zei­gen, dass auch Sport­ler sich dafür inter­es­sie­ren, was an den Schu­len passiert.

LSB: Was hat dir bei dem Sport-Akti­ons­tag am bes­ten gefallen?

Nina Kamenik: Für die Kin­der ist sicher die Klet­ter­wand super, weil sie dort eine Bewe­gungs­er­fah­rung machen kön­nen, die sie in ihrem All­tag nicht haben. Von allein kämen sie viel­leicht nicht auf die Idee, mal klet­tern zu gehen. Nun, da sie es aus­pro­bie­ren konn­ten, mög­li­cher­wei­se schon.

Kin-Ball fand ich sehr toll. Das kann­te ich noch gar nicht. Das kann man viel­leicht auch mal in den Sport­un­ter­richt ein­be­zie­hen. Die Kin­der waren alle ganz begeis­tert davon.

LSB: Was glaubst du, neh­men die Kin­der von dem Akti­ons­tag mit?

Nina Kamenik: Ich den­ke, dass sol­che Tage im Gedächt­nis blei­ben – als etwas, das sehr schön war. Für die Kin­der ist es etwas Beson­de­res, dass Leu­te zu ihnen in die Schu­le kom­men und für sie so eine Ver­an­stal­tung machen. Sie haben dadurch Abwechs­lung in ihrem Schul­all­tag, kön­nen Sport machen und sich aus­pro­bie­ren – in man­chen Sport­ar­ten ihren Kör­per ganz neu erfahren.

LSB: Hat­test du das Gefühl, dass die Kin­der Spaß hatten?

Nina Kamenik: Ich glau­be, dass sie total Spaß hat­ten! Allein beim Auf­wärm-Tanz am Anfang (durch­ge­führt von Cent­re Tal­ma, A.d.R.)– den ich übri­gens auch ganz toll fand – haben die Kin­der super mitgemacht.

LSB: Du stu­dierst selbst Lehr­amt – wirst also auch mit Kin­dern zusam­men arbei­ten. Ändert das noch­mal dei­nen Blick?

Nina Kamenik: Abso­lut. Des­halb hat­te ich auch bei Kin-Ball gedacht, dass ich mir das mer­ken muss. Ich samm­le da schon Anre­gun­gen für mich selbst. Man lernt immer viel dazu – gera­de bei sol­chen Ver­an­stal­tun­gen. Da zieht man für sich oder die Kin­der, die man spä­ter betreu­en wird, viel raus.

LSB: Heißt das, wenn du dann Leh­re­rin bist, wür­dest du auch an dei­ner Schu­le einen Sport-Akti­ons­tag organisieren?

Nina Kamenik: Ich fin­de, das ist eine super Sache. Wenn Leh­rer so enga­giert sind, dann ist das für die Schü­ler immer schön. Es ist wich­tig, dass es sol­che Akti­ons­ta­ge gibt, denn die Kin­der zie­hen ein­fach viel dar­aus – zum Bei­spiel, dass sie in ihrem All­tag mehr Sport machen. Das hat auch einen Effekt auf ihre Gesundheit.

Die Sport-Akti­ons­ta­ge sind eine Initia­ti­ve vom Ver­ein Ber­li­ner Kauf­leu­te und Indus­tri­el­ler (VBKI), dem Lan­des­sport­bund (LSB) Ber­lin und der GSJ – Gesell­schaft für Sport und Jugendsozialarbeit. 

Inter­view: Fran­zis­ka Staupendahl