Unser wissenschaftlicher Begleiter des Projektes BERLINHATTALENT, die Hochschule für Gesundheit & Sport, Technik & Kunst (H:G) hat eine Längsschnittuntersuchung für die Jahre 2011 — 2016 veröffentlicht. Gern möchten wir Ihnen die Ergenisse zur Verfügung stellen.
Viele von Ihnen haben vielleicht den Artikel “Zeigt her eure Kinder” vom 04.04.2017 im Tagessiegel gelesen. In diesem Zusammenhang erreichte uns in der letzten Woche ein Leserbrief von Frau Christina Wirth, die als Sportlehrerin in der Grundschule am Amalienhof arbeitet und zusätzlich eine Bewegungsfördergruppe für Kinder mit motorischem Förderbedarf leitet. Gern möchten wir Ihnen diesen Leserbrief, dessen Addressat die Redaktion des Tagesspiegel ist, zur Verfügung stellen.
Ihr besucht eine Neuköllner Grundschule, seid am sportlichen Wettkampf interessiert und betreibt Sport lieber in einem Team? Dann haben wir eine tolle Möglichkeit für euch, den degewo-Schülertriathlon. In 3er Teams startet ihr in den Triathlon-Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen. Was ihr für eure Anmeldung benötigt könnt ihr auf folgender Webseite nachlesen: www.degewo-triathlon.de
Bei herrlichem Frühlingswetter und über 20 Grad konnten wir dennoch insgesamt 136 sportbegeisterte Kinder zu unserer Talentiade in Treptow-Köpenick in der Sporthalle begrüßen. Dass diese Kinder nahezu ausschließlich von ihren Eltern begleitet wurden und somit eine tolle Kulisse in der Hämmerlinghalle darboten, erfüllt uns mit großer Freude.
Viel los in der Sporthalle sowie auf den Rängen
Neben den traditionellen Sportarten auf den Talentiaden wie Leichtathletik, Handball oder Judo fanden sich in dem wasserreichen Bezirk Treptow-Köpenick auch wieder die Medaillengaranten der letzten Olympischen Spiele Kanu und Rudern ein. Mit dem Angebot von 10 unterschiedlichen Sportarten bot sich den Kindern ein facettenreicher Einblick in die Welt des Sports. Neben einem Lächeln der Kinder, denen die Talentiade sichtlich Freude bereitet hat, hoffen wir zusätzlich, dass wir zahlreiche Kinder für ein langfristiges sportliches Engagement begeistern konnten. Für welche Sportart sich die Kinder abschließend auch entscheiden, wird sich neben den Eindrücken der Talentiade vor allem in den unterschiedlichen Probetrainings der einladenden Vereine zeigen.
Videoanalyse für die Kinder — Felix Geissen erläutert die Techniken des Kanu-Rennsports
Wir freuen uns besonders, dass die Sportart Rudern diesmal u.a. durch den Junioren-Weltmeister im Achter vertreten wurde. Frederik Johne, selbst Schüler der Flatow-Oberschule (Eliteschule des Sports), konnte den Kindern authentische Einblicke in seine sportliche Laufbahn geben und die Vereinbarkeit von Schule und Leistungssport darlegen. Wir freuen uns bereits sehr darauf, seine weitere sportliche Entwicklung zu verfolgen und wünschen ihm alles Gute bei seinem beginnenden Studium in den USA.
Frederik Johne (Rudern) im Interview mit Marco Spanehl (LSB Berlin)
Einen herzlichen Dank möchten wir an dieser Stelle allen verantwortlichen Vertretern der einzelnen Sportarten sowie den vielen ehrenamtlichen Helfern aussprechen, ohne deren vorbildliche Unterstützung die Talentiaden nicht umsetzbar wären. Das überwiegend positive Feedback der anwesenden Kinder und Eltern zeigt uns deutlich, dass der Aufwand entsprechend wertgeschätzt wird.
Alle Teilnehmer sind Gewinner
In Treptow-Köpenick waren folgende Sportarten vertreten: Basketball, Boxen, Handball, Judo, Kanu, Leichtathletik, Ringen, Rudern, Triathlon und Volleyball.
Seit kurzem haben wir mit Nina Kamenik ein neues Team-Mitglied in unserem Projekt “Berlin hat Talent”. Nachdem Nina uns bereits bei vielen Veranstaltungen begleitet hat und sich im Rahmen eines Praktikums mit den Aufgaben hinter den Kulissen vertraut machen konnte, gehört sie nun fest zum Team. Die diplomierte Sportwissenschaftlerin macht jedoch nicht nur im Büro eine gute Figur sondern ist auch eine exzellente Eishockeyspielerin. Aktuell vertritt sie unser Land bei der Weltmeisterschaft der Damen in den USA. Wir drücken ihr selbstverständlich alle unsere Daumen und hoffen, dass sie von einem erfolgreichen Turnier berichten kann.
Einen sehr interessanten Artikel über unsere neue Kollegin können Sie in der Berliner Zeitung nachlesen. Den Link zum Artikel finden Sie hier: Nina Kameniks Kampf gegen Klischees
Nina Kamenik auf der Talentiade der sportbetonten Grundschulen am 04.06.2016 Foto Juergen Engler
Nach langer Abstinenz war das Projekt BERLINHATTALENT im Schuljahr 2016/17 mit dem Deutschen Motorik-Test wieder in Neukölln aktiv und lud am 25.02.2017 zur Talentiade in den Werner-Seelenbinder-Sportpark in die Oderstraße ein. Erfreulicherweise folgten insgesamt 104 sportlich begabte Kinder unserer Einladung, um ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten in den 9 anwesenden Sportarten unter Beweis zu stellen.
Basketball bei der Talentiade in Neukölln, Foto: Marco Spanehl
In Neukölln präsentierten sich: Basketball, Handball, Judo, Leichtathletik, Radsport, Ringen, Rudern, Triathlon, Volleyball. An dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, dass sich die teilnehmenden Sportarten vor allem daran orientieren, ob entsprechende Vereinsangebote im Bezirk existieren.
Rudern bei der Talentiade in Neukölln, Foto: Marco Spanehl
Viele dieser Kinder sind bisher noch in keinem Verein organisiert und hatten nun die Möglichkeit, sich mit den besonderen Anforderungen der unterschiedlichen Sportarten vertraut zu machen. Ob beim Sprint in der Leichtathletik, dem Zielwurf beim Handball oder dem Rudern auf dem Ergometer, überall konnte man engagierte Kinder mit leuchtenden Augen antreffen. Wir hoffen, dass auch diese Veranstaltung wieder dazu beigetragen hat, den Kindern ihre zukünftige „Lieblingssportart“ näherzubringen.
Gruppenbild der Teilnehmer der Talentiade in Neukölln, Foto: Marco Spanehl
Auch an dem Informationsstand des Landessportbundes bestand reges Interesse der Eltern, sich über weitere Fördermöglichkeiten ihrer Kinder zu informieren. So manche Eltern waren doch überrascht, welche Fähigkeiten ihre Kinder an den unterschiedlichen Stationen zu Tage brachten und erfreuten sich an den ausgehändigten Infomaterialien z.B. über wohnortnahe Vereinsangebote.
Mit Beginn des neuen Kalenderjahres haben sich auch im Projekt BERLINHATTALENT einige Veränderungen ergeben, die sich hauptsächlich in der Aufgabenverteilung der Interventionsmaßnahmen wiederspiegeln. In diesem Zusammenhang wird uns fortwährend die Sportjugend Berlin darin unterstützen, den Strang der „Kinder mit motorischem Förderbedarf“ zu stärken und noch nachhaltiger an den organisierten Sport zu binden. Eines der wesentlichen Themen diesbezüglich ist auch die qualifizierte Aus-/Weiterbildung der Übungsleiter-/innen, um Anregungen für die inhaltliche Gestaltung der Bewegungsfördergruppen zu vermitteln.
Gruppenbild der Seminarteilnehmer mit dem Referenten Sascha Splettstößer (v.l.) Foto: Marco Spanehl
Die Bildungsstätte der Sportjugend Berlin führte am 23. und 24. Februar erstmalig das Seminar „Schatzsuche statt Fehlerfandung“ durch, welches von dem erfahrenen Referenten Sascha Splettstößer geleitet wurde (Inhaber Sportschule KoKiTu). Mit dieser Fortbildung sollen Übungsleiter-/innen von Bewegungsfördergruppen in die Lage versetzt werden, abwechslungsreiche Bewegungsangebote umzusetzen, die den freud- und spaßbetonten Umgang mit der Bewegung in den Fokus rücken.
Erläuterung der Inhalte aus den Bewegungstonnen durch den LSB-Netzwerker Marco Spanehl
Im Anschluss an die allgemeine Projektvorstellung durch unsere Mitarbeiter Marco Spanehl (Netzwerker) und Svea Schultz (Koordinatorin für Bewegungsfördergruppen) wurden den 19 Seminarteilnehmern-/innen die Sportmaterialien in der Bewegungstonne präsentiert. Zusätzlich werden allen Übungsleitern-/innen von Bewegungsfördergruppen zeitnah exemplarische Stundenentwürfe auf Basis der zur Verfügung gestellten Sportmaterialien ausgehändigt.
Erläuterung eines Hindersnisparcours, Foto: Marco Spanehl
Die größtenteils „projektnahen“ Sportlehrer-/innen und Übungsleiter-/innen profitierten neben den theoretischen Ausarbeitungen über die Besonderheiten der Zielgruppe (Kinder mit motorischem Förderbedarf) vor allem von praxisnahen Anregungen zur Schulung der koordinativen Fähigkeiten, dem Umgang mit Sieg oder Niederlage oder der Wirksamkeit von regelmäßiger sportlicher Betätigung. Das konstruktive Arbeitsklima schaffte auch ausreichend Freiräume, um die bisher gesammelten Erfahrungen auszutauschen.
Memory mal anders, Foto: Marco Spanehl
Die sehr positiven Rückmeldungen der Seminarteilnehmer-/innen bestärken uns darin, den eingeschlagenen Weg fortzuführen, um möglichst vielen Kindern den Zugang zu regelmäßiger sportlicher Betätigung zu ermöglichen. Wir freuen uns bereits jetzt auf die zeitnahe Eröffnung weiterer Bewegungsfördergruppen, in denen die neu erlernten Inhalte in die Praxis überführt werden.
Für alle interessierten Sportlehrkräfte und Übungsleiter-/innen, die gern an der nächsten Fortbildung teilnehmen möchten wäre hier der Link zur Anmeldung: Anmeldung Fortbildung
Es ist ein Wiedersehen der besonderen Art zwischen den Schülern der Grundschule am Amalienhof und Yusra Mardini. Bereits im Dezember 2016 begleitete die syrische Schwimmerin zusammen mit ihrem Trainer Sven Spannekrebs (Wasserfreunde Spandau 04) die Bewegungsfördergruppe im Rahmen des Projektes BERLINHATTALENT. Die ansteckende Freude, mit der sich die Kinder, die fast ausschließlich motorischen Förderbedarf aufweisen, an den unterschiedlichsten Spielformen beteiligten, motivierte Yusra Mardini zu dem Versprechen, eine zeitnahe Wiederholung folgen zu lassen. Gesagt getan!
Yusra Mardini verteilt wertvolle Tipps an die Kinder, nassgespritzt wird sie trotzdem. Foto Jürgen Engler
Am Samstag, den 11.02.2017, fanden sich insgesamt 32 Kinder im Forumbad des Olympiaparks Berlin ein, um zusammen mit hochklassigen Sportlern der Wasserfreunde Spandau 04 das Lieblingselement von Yusra Mardini, das Wasser, zu erkunden. Neben Schwimmen, Tauchen, dem Sprung vom Startbrett oder ersten Wasserball-Versuchen kümmerten sich u. a. Hagen Stamm (Olympia-Bronzemedaillengewinner im Wasserball), Renate Stamm (Chef-Trainerin), Anna-Stephanie Dietterle und Maximilian Oswald (Mitglieder der Deutschen Schwimmnationalmannschaft) auch um die wenigen Nicht-Schwimmer.
Training des kleinen Ivan war Chefsache, im Bild Hagen Stamm, Foto Jürgen Engler
Bei dieser besonderen Schwimmeinheit wurden die Verantwortlichen des Landessportbundes Berlin und der Wasserfreunde 04 wieder einmal mit leuchtenden Kinderaugen belohnt. Gerade diese Augenblicke sind es, die uns in dem Projekt BERLINHATTALENT bestärken, die Palette an Sportmöglichkeiten gerade für Kinder mit motorischem Förderbedarf stetig zu erweitern. In diesem Kontext hob Herr Dr. Brandi, Direktor des Landessportbundes Berlin, noch einmal “die wesentliche Bedeutung von regelmäßiger sportlicher Bewegung für die Entwicklung der Kinder hervor”. Vor allem sportliche Vorbilder wie Yusra Mardini sind in der Lage, diese Notwendigkeit spielerisch zu vermitteln.
Gruppenbild aller Beteiligten an der Aktion (Grundschule am Amalienhof, Wasserfreunde Spandau 04, Landessportbund Berlin), Foto Jürgen Engler
Neben dem Spaß, der stets im Vordergrund stehen sollte, wird durch den Sport auch die Sozialkompetenz der Kinder geschult, wie Yusra Mardini betonte. Für sie ist es wichtig, dass „die Kinder lernen nett zueinander zu sein, sich gegenseitig zu helfen, tough zu sein und auch die Geduld aufbringen, um ihre Ziele zu erreichen. Auch deshalb unterstützt sie gern das Projekt BERLINHATTALENT”.
Ein herzlicher Dank gilt den Wasserfreunden Spandau 04, die einen wesentlichen Beitrag für das Gelingen dieser tollen Aktion leisteten und willkommene Werbung für den Schwimmsport betrieben. Kurz vor dem Valentinstag nutzen wir die Gelegenheit, uns in Form von schönen Fleurop-Blumensträußen bei den Organisatoren der gelungenen Veranstaltung zu bedanken.
Blumen als Dankeschön für die tolle Umsetzung der Schwimmstunde, Foto Jürgen Engler
Mit dem Projekt BERLINHATTALENT wollen wir das Bewegungsverhalten der Berliner Drittklässler nachhaltig steigern und sie idealerweise an den organisierten Sport heranführen. In diesem Zusammenhang werden beispielsweise für die motorisch begabteren Kinder Talentiaden oder Talentsichtungsgruppen durchgeführt, um sie in der Sportartenwahl zu unterstützen.
Im letzen Sommer besuchte uns eher zufällig ein sportliches Talent in der Talentsichtungsgruppe Tempelhof-Schöneberg. Wir freuen uns sehr, dass uns unser Übungsleiter die Geschichte der kleinen Anouk erzählt hat, die wir gern mit Ihnen teilen möchten: Die Geschichte von Anouk und Kian
Das Projekt BERLINHATTALENT versucht u. a. jungen, sportlichen Talenten den Weg in den Spitzensport zu ebnen. Auf der feierlichen Veranstaltung “Nachwuchssportler des Jahres 2016” am 23.01.2017 im Bluemax Theater am Potsdamer Platz konnte man deutlich sehen, wo die Reise einmal hingehen kann.
Auszeichnung der Talente des Berliner Spitzensports 2017 Foto: Camera4
“Wasser marsch! Bei der Wahl der Berliner Nachwuchssportler des Jahres triumphieren wieder Talente, die auf oder im Wasser erfolgreich sind: Kanute Jacob Schopf, Schwimmerin Leonie Kullmann und Seglerin Julia Büsselberg wurden am 23.01.2017 im Bluemax Theater am Potsdamer Platz für ihre herausragenden Leistungen im vergangenen Jahr geehrt. Ausgezeichnet wurden zudem die Berliner Eliteschüler des Sports 2016: Patrick Kreisel (Wasserspringen), Frederik Johne (Rudern) sowie Olaf Roggensack (Rudern). Den Berliner Schulsportpreis erhielt die Carl-von-Linné-Schule aus Lichtenberg für ihre Siege im Tischtennis und Schwimmen beim bundesweiten Wettbewerb „Jugend trainiert für Paralympics“.” (Sven Ibald, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit TopSport Berlin Top Sportmarketing)
Auch das Team von BERLINHATTALENT möchte allen Preisträgern ganz herzlich gratulieren. Wir wünschen euch eine weiterhin sehr erfolgreiche Zukunft sowohl sportlich als auch privat.
Wir waren während der Veranstaltung mit unserem Stand vor Ort, um über unser Projekt zu informieren. Wer weiß, vielleicht können wir auch bald einen Athleten beglückwünschen, der das Projekt BERLINHATTALENT durchlaufen hat.