Am Sonntag, den 19. August fand bereits zum 9. Mal das Familiensportfest im Olympiapark statt. Mit 85.000 Besucherinnen und Besuchern wurde in diesem Jahr erneut ein Besucherrekord aufgestellt. Auch die über 100 sportlichen und kreativen Mitmachstationen waren rekordverdächtig und machten das vom Landessportbund Berlin e. V. veranstaltete Fest zu einem Tag voller Sport, Spiel und Spaß, bei dem die ganze Familie auf ihre Kosten kam. Ob American Football, Handball, Golf oder Inline Skating, für jeden war die passende Sportart dabei.
BERLINHATTALENT auf dem Familiensportfest im Olympiapark 2018
Selbstverständlich war auch BERLINHATTALENT vor Ort. An unserem Stand konnten sich alle Interessierten über das Projekt und den Deutschen Motorik-Test informieren. Außerdem konnten sich die Besucherinnen und Besucher an drei ausgewählten Stationen des Deutschen Motorik-Tests ausprobieren. Nach erfolgreichem Abschluss der drei Stationen erhielten alle Teilnehmer/-innen eine Urkunde sowie eine kleine Überraschung.
BERLINHATTALENT auf dem Familiensportfest 2018 — Glückliche Kinder bekommen eine Überraschung
Wer es verpasst hat, unseren BHT-Stand auf dem Familiensportfest zu besuchen, kann dies am 2. September auf dem ISTAF nachholen. Dort werden wir wieder mit einigen Stationen des Deutschen Motorik-Tests vor Ort sein. Außerdem wird es Leichtathletik auf Weltklasseniveau zu bestaunen, ein Besuch lohnt sich also doppelt. Alle weiteren Informationen zum ISTAF finden Sie hier.
Am 2. September 2018 ist es wieder soweit: beim 77. Internationalen Stadionfest (ISTAF) im Berliner Olympiastadion treten 180 Top-Athleten aus 40 Nationen gegeneinander an. Doch nicht nur bei den Profis ist die Vorfreude auf das größte Leichtathletikmeeting der Welt groß, auch der Leichtathletiknachwuchs freut sich auf das Event. Denn der ISTAF Schools Cup hat seinen festen Platz im Olympiastadion. Insgesamt sprinten 32 Schul-Staffeln im Vorprogramm des ISTAF um die Wette. Außerdem finden die Finalläufe der „Schnellen Socke“ statt, bei denen der schnellste Junge bzw. das schnellste Mädchen Berlins ermittelt werden. Das Interesse an einem der begehrten Startplätze ist groß: insgesamt nahmen über 1.500 Schülerinnen und Schüler an den diesjährigen Qualifikationswettkämpfen teil. BERLINHATTALENT war am 22. Juni bei dem Qualifikationslauf im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark dabei und feuerte die Nachwuchstalente an.
Eine Teilnehmerin der Qualifikationsrennen war die 10-jährige Anouk. Die Nachwuchsathletin kann schon einige Erfolge vorweisen: so hat sie zum Beispiel den Endlauf bei der Veranstaltung „schnellster Sprinter Treptow-Köpenick“ 2018 gewonnen. Dass Anouk wettkampferfahren ist, merkte man sofort. Um sich für den anstehenden 50m-Sprint aufzuwärmen, lief sie sich einige Runden ein, absolvierte gekonnt das Lauf-ABC und machte anschließend Dehnübungen. Gelernt hat sie dies bei ihrem Verein, dem SV Flatow Köpenick. Dort trainiert sie in der Leichtathletikabteilung die Disziplinen Sprint, Ballweitwurf und Weitsprung. Über eine Freundin kam Anouk zum Verein und ist seitdem ein engagiertes Mitglied.
Anouk bei den ISTAF Schools Cup Qualifikationsläufen
Leider verfehlte Anouk die Qualifikation zum diesjährigen Finale des ISTAF Schools Cup sehr knapp, aber davon lässt sie sich nicht entmutigen. Sie will weiter fleißig im Verein trainieren, um irgendwann ihren Traum zu verwirklichen: bei den Olympischen Spielen in ihrer Lieblingsdisziplin Sprint anzutreten und zu gewinnen. Wir wünschen ihr alles erdenklich Gute auf ihrem Weg zur Top-Athletin!
Besser lief es für den 10-jährigen Timo, der sich für den Endlauf der „Schellen Socke“ qualifizieren konnte. Timo hat über unsere Talentiade im vergangenen Jahr sein Talent für den Sprint entdeckt. In Kürze werden wir noch ausführlicher über ihn berichten. Alle Informationen zum ISTAF und zum ISTAF Schools Cup finden Sie hier.
Auch wenn wir dieses Jahr Anouk leider nicht beim ISTAF anfeuern können, freuen wir uns doch auf spannende Wettkämpfe, sowohl im Nachwuchsbereich als auch bei den Profis. Selbstverständlich drücken wir Timo die Daumen, damit er die „Schnellste Socke“ 2018 wird. Die Wartezeit bis dahin kann am besten mit dem Familiensportfest im Olympiapark Berlin überbrückt werden. Dieses findet am 19. August von 10 Uhr bis 18 Uhr im Olympiapark statt und lädt alle Besucherinnen und Besucher dazu ein, viele spannende Sportarten zu entdecken und sich an zahlreichen Mitmachstationen auszuprobieren.
Das Projekt BERLINHATTALENT stellte sich auf zwei Sportveranstaltungen in Spandau und Neukölln vor und lud alle Besucherinnen und Besucher ein, sich an ausgewählten Stationen des DMT auszuprobieren.
Im Rahmen der in diesem Jahr in Berlin stattfindenden Leichtathletik-Europameisterschaft und deren Programm „Laufen. Springen. Werfen. Berlin.“ veranstaltete der LSB am 21.06.2018 ein Sportfest im Sport Centrum des SC Siemensstadt in Spandau. Das Sportfest stand unter dem Motto „Sportabzeichen und Inklusion – Begegnungen, Bewegungen, Sport und Spaß“. Vor Ort nahmen Sportabzeichenexperten zahlreiche Disziplinen aus der Leichtathletik und dem Schwimmen ab. Darüber hinaus konnten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler das Kinderturn- oder das Fußballabzeichen ablegen oder sich bei zahlreichen Bewegungs- und Sportstationen ausprobieren. Mit dabei war auch das Projekt BERLINHATTALENT.
Schooletics Berlin 2018, Schüler beim Balancieren rückwärts am BERLINHAT TALENT-Stand
Mit einem Informations- und Mitmachstand lud BERLINHATTALENT die über 1000 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ein, sich an ausgewählten Stationen des Deutschen Motorik-Test (DMT) auszuprobieren. Gleichzeitig konnten sich die Lehrer/-innen und Betreuer/-innen ausgiebig über das Projekt und den DMT informieren.
Schooletics Berlin 2018, Schüler beim Standweitsprung am BERLINHAT TALENT-Stand
Außerdem fand am Samstag, den 23.06.2018 der diesjährige degewo-Schülertriathlon in Neukölln statt. Im degewo-Stadion wurde von 9 Uhr bis 15 Uhr um die Wette geschwommen, gefahren und gelaufen. In 3‑er Teams zeigten die Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden Schulen und Förderzentren was in ihnen steckt. Auch dieses Jahr war BERLINHATTALENT vor Ort und informierte alle interessierten Besucherinnen und Besucher an seinem Stand über das Projekt. Alle Kinder konnten an vier Mitmachstationen den DMT kennenlernen und sich, nachdem sie alle Stationen erfolgreich absolviert hatten, eine kleine Überraschung abholen. Mit rund 1000 Schüler/-innen aus 47 teilnehmenden Schulen war auch der diesjährige degewo-Schülertriathlon ein voller Erfolg.
degewo-Triathlon 2018, Schüler beim seitlichen Hin- und Herspringen am BERLINHAT TALENT-Stand
Am 2. Juni fand die sechste Talentiade des Jahres statt, dieses Mal in Spandau. Annika Schleu, Weltmeisterin und Europameisterin im Modernen Fünfkampf, unterstützte die Veranstaltung
Vielseitiger kann eine Sportart kaum sein: Pistolenschießen, Degenfechten, Schwimmen Springreiten und Querfeldeinlauf. Annika Schleu beherrscht alle Disziplinen, wobei ihr Combined, also die Kombination aus Laufen und Schießen, wohl am meisten liegt.
Talentiade Spandau
Am Samstag, den 2. Juni 2018, lud der Landessportbund Berlin Kinder der 3. Klassen aus Spandau zur Talentiade ins Horst-Korber-Sportzentrum ein. Dies geschah im Rahmen des Projektes BERLINHATTALENT, dem bundesweit einmaligen Projekt zur frühzeitigen Nachwuchsförderung und ‑forderung von Kindern an den Berliner Grundschulen.
Annika Schleu, Weltmeisterin, Europameisterin sowie Deutsche Meisterin im Modernen Fünfkampf, war mit vor Ort und half an der Station des Modernen Fünfkampfs und bei der Siegerehrung. Zwischendurch gab sie für die teilnehmenden Kinder und die anwesenden Eltern ein Interview, in dem sie über ihre sportliche Karriere sprach und den Kindern Tipps für ihre weitere Laufbahn gab.
Interview mit Fünfkämpferin Annika Schleu
Sie selbst startete im jungen Alter von 10 Jahren ihre Fünfkämpferkarriere. Danach war der Großteil im Leben der 28-Jährigen auf diesen Sport ausgerichtet. Sogar im Studium beschäftigt sie sich mit Sport und Biologie auf Lehramt.
Am 2. Juni durchliefen die ca. 100 Kinder acht verschiedene Teststationen, die durch Trainer der jeweiligen Sportarten betreut wurden. An diesen Stationen wurden für die jeweilige Sportart typische Übungen ausgeführt und die erzielten Ergebnisse festgehalten. Am Ende der Veranstaltung gab es eine Siegerehrung, bei der die besten Leistungen der Kinder in den Sportarten Leichtathletik und Wasserball honoriert wurden. Allen Kindern wurde eine Teilnehmerurkunde überreicht und sie konnten sich für ein Probetraining in einer oder mehreren Sportarten anmelden.
Über Annika Schleu
Stolze Medaillengewinner
Annika Schleu (* 3. April 1990 in Berlin) ist eine Moderne Fünfkämpferin. Ihre größten Erfolge sind der 4. Platz bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio und der Gewinn der Weltmeisterschaft 2011 im Team sowie 2012, 2016 und 2017 in der Staffel.
Über das Projekt BERLINHATTALENT
Die Talentiade ist eine Veranstaltung des Projekts BERLINHATTALENT, das der Landessportbund Berlin und die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie seit 2011 gemeinsam durchführen, um Berliner Kinder sportlich zu fördern und zu fordern. Im Rahmen des Projekts BERLINHATTALENT werden die motorischen Fähigkeiten von Berliner Drittklässlern (Alter: 8–10 Jahre) auf Grundlage des Deutschen Motorik-Tests (DMT) untersucht. Getestet werden die Fähigkeiten Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Beweglichkeit. Ziel ist es, talentierte Kinder in die Sportarten zu bringen, in denen sie mit großem Spaß herausragende Leistungen erbringen und sie bei Interesse später auf einer der Eliteschulen des Sports einzuschulen. Bei weniger talentierten Kindern werden Handlungsempfehlungen gegeben, um sie motorisch gezielt zu fördern und zu fordern. Durch die enge Kooperation zwischen Schulen und Sportvereinen werden die Sportangebote für die Kinder möglichst niedrigschwellig gestaltet und qualifiziert durchgeführt. Jede der getesteten Schulen hat im Anschluss die Möglichkeit, eine Bewegungsfördergruppe einzurichten.
Im April hieß es an der Carl-Bolle-Grundschule für Kinder der dritten Klassen wieder „Deutscher Motorik-Test“. Diesmal in Eigenregie.
Selbsttestung an der Carl Bolle Schule
Im letzten Schuljahr wurde nach der Testung durch unser Projekt BERLINHATTALENT eine Bewegungsfördergruppe eingerichtet, die mit Begeisterung aufgenommen wurde. Zudem kam der Olympiasieger im Rudern Karl Schulze als Überraschungsgast zu einem Training in der Bewegungsfördergruppe an der Schule vorbei und ließ sich von den Kindern deren Lieblingsübungen zeigen. Die Kinder berichteten nach Abschluss des Jahres von einer erlebnisreichen, spannenden und spaßigen Zeit, die sie in der Bewegungsfördergruppe verbringen konnten. Da in diesem Jahr keine Testung für den Bezirk Mitte stattfinden musste für die Fortführung der AG Bewegungsförderung an der Schule eine andere Lösung her. Das Projekt räumte den betroffenen Grundschulen die Möglichkeit der Selbsttestung ein, auf deren Grundlage dann die Kooperation fortgeführt werden kann.
So organisierte die Sportlehrerin Frau Bärbel Gröbner zusammen mit zwei Kolleginnen und einer Praktikantin an einem Vormittag die Testung der vier 3. Klassen an ihrer Schule in Eigenregie. Die benötigten Testmaterialien erhielten sie vom Team BERLINHATTALENT das an diesem Tag auch mit drei Helfer/-innen vor Ort war und mit anpackte.
Die anwesenden Mitarbeiter/-innen des Teams wurden von den Kindern der bisher bestehenden Bewegungsfördergruppe (jetzt in der 4. Klasse) auf dem Schulhof sofort erkannt und freudig begrüßt. Die Kinder fanden es schade, dass das Jahr in der Bewegungsfördergruppe so schnell vorüber ging, berichteten aber, wie viel Spaß sie bei spielerischen Bewegungsspielen in der Gruppe hatten.
Man kann das tolle Engagement der Lehrerschaft dieser Schule — insbesondere das der Sportlehrerin Frau Gröbner — für ihre Kinder hervorheben und es als Motivation für andere Grundschulen nehmen, die auch eine Selbsttestung planen, um die Bewegungsfördergruppe weiter durchführen zu können.
Die Kinder gewinnen in diesen BFG´s wertvolle Bewegungserfahrungen und entdecken dadurch ihre Freude an körperlicher Aktivität und Sport. Vielleicht wird genau hier für die Zukunft das Fundament für ein lebenslanges Sporttreiben gelegt.
Im Projekt BERLINHATTALENT kümmern wir uns in der Klassenstufe 3 sowohl um talentierte Kinder (z.B. auf den Talentiaden und in den Talentsichtungsgruppen) als auch um jene mit motorischem Förderbedarf (in Bewegungsfördergruppen). In allen drei Bereichen sind wir auf der Suche nach engagierten Übungsleiter/-innen sowie Helfer/-innen zur Unterstützung des Projektes. Die Übungsleiter/-innen in den Talentsichtungs- und Bewegungsfördergruppen müssen folgende Voraussetzung erfüllen:
Besitz einer gültigen Übungsleiter-Lizenz (mindestens C) oder
ausgebildete Sportlehrkraft oder
Hochschulzertifikat der DHGS (Bewegungs-/Talentcoach).
Die Abrechnung erfolgt über die Übungsleiterpauschale.
Vergangenen Sonnabend fand in der Sömmeringhalle in Charlottenburg-Wilmersdorf die vorletzte Talentiade des Jahres 2018 statt. Auch in diesem Jahr fanden sich viele sportlich begeisterte Kinder in Begleitung ihrer Eltern in der Sporthalle ein, um Sportarten auszuprobieren, die so nicht alle Tage zusammen auf einem gemeinsamen Event zu erleben sind.
Kennenlernspiele bevor es richtig los geht
67 Mädchen und 61 Jungs aus den dritten Klassen des Bezirks durchliefen vom Aufwärmen bis zur Siegerehrung in 4 Stunden zusammen 9 Stationen, in denen sich die verschiedenen Sportarten präsentierten. Für die Bewältigung dieser sportlichen Tagesleistung erhielten alle Kinder eine Teilnehmerurkunde.
Schiebekampf mit Spass
Auf der Talentiade wurden die Kinder aber auch von den anwesenden Trainerinnen und Trainern zu sportartspezifischen Leistungen angespornt. Darunter waren diesmal Basketball, Handball, Judo, Leichtathletik, Moderner Fünfkampf, Ringen, Rudern und Volleyball. Im Basketball gab es schnelle Pendelläufe (mit Farblichtschranken), in der Leichtathletik Sprints durch eine Lichtschranke, beim Modernen Fünfkampf Schießen mit einer Laserpistole und beim Judo und Ringen Schiebekämpfe in verschiedenen Variationen der Sportarten.
Schieben und Ziehen
Die Motivation der Kinder war wie immer sehr hoch und zeigte sich am Wochenende besonders an einer Teilnehmerin, die direkt von ihrer Geburtstagsfeier zur Talentiade kam. Die Kinder der Talentiade sangen ihr anlässlich ihres Ehrentags ein Geburtstagslied. Als kleines Geburtstagsgeschenk erhielt sie ein Basecap vom Projekt BERLINHATTALENT, das sie sicher noch lange an diesen Sporttag erinnern wird.
Nach der erfolgreichen Absolvierung der Stationen wurden außerdem die Bestleistungen in den Sportarten Basketball, Rudern und Moderner Fünfkampf mit Medaillen und kleinen Preisen geehrt.
Alle Kinder zeigten sich zufrieden mit ihren Leistungen und waren nach der Siegerehrung sofort auf den Tribünen zu finden, um Ihren Eltern von den erlebten Eindrücken zu berichten.
Am 02.06.2018 geht es dann mit der Talentiade des Bezirks Spandau weiter. Sie wird auch in diesem Schuljahr die letzte von 6 Talentiaden in den Berliner Bezirken sein.
Nach mehrmonatigem, erfolgreichem Training waren viele der Kinder der Talentsichtungsgruppen (TSG) für die Bezirke Spandau und Charlottenburg-Wilmersdorf etwas traurig, dass die Gruppen nicht fortgesetzt werden. Sie hatten bei dem vielfältigen Sportangebot, welches sie in dieser Zeit ausprobieren konnten, viel Spaß. Viele konnten sich bei der Durchführung der TSG ein Bild von verschiedenen Sportarten machen, um sich so besser für eine zu entscheiden. Zu dieser werden sie nun im Anschluss zu einem Probetraining gehen und vielleicht in Zukunft regelmäßig betreiben.
LSB, BERLINHATTALENT, TSG Charlottenburg-Wilmersdorf und Spandau, Olympiapark Berlin
Herzlichen Dank an Olaf Pusch, der die TSG mit viel Engagement und Freude durchgeführt hat. Er berichtete, dass er bei vielen der Teilnehmer/-innen Steigerungen der sportlichen Leistungen feststellen konnte und freut sich, dass den Kindern somit der Weg für eine weitere sportliche Betätigung in Vereinen geebnet wurde. Er signalisierte, auch für die neuen Gruppen als Übungsleiter einer TSG zur Verfügung zu stehen. Reza Ghasseminia unterstütze Olaf tatkräftig bei den Balleinheiten und konnte die Kinder ebenso motivieren und begeistern. Vielen Dank auch an ihn. Wir freuen uns auf die kommende Saison der TSG im Olympiapark und die aktuell getesteten Kinder aus den beiden Bezirken.
Am 21.04.2018 fand die vierte Talentiade des Jahres statt, dieses Mal im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Robert Joachim, Vize-Europameister im Gewichtheben, unterstützt die Veranstaltung.
BERLINHATTALENT weckt schlummernde Sporttalente
Wann hat man als Schüler schon einmal die Gelegenheit, sich unter Anleitung eines echten Vize-Europameisters sportlich auszuprobieren? Am vergangenen Samstag lud der Landessportbund Berlin in die Sporthalle der Rudolf-Virchow-Oberschule zur Talentiade, dem bundesweit einmaligen Projekt zur frühzeitigen Nachwuchsförderung und ‑forderung an Schulen, ein. Robert Joachim, der frisch gebackene Vize-Europameister im Gewichtheben, war aus diesem Anlass vor Ort und half an der Station der Gewichtheber. Anschließend bekamen die Gewinner in ausgewählten Sportarten aus seinen Händen die Medaillen überreicht. Zwischendurch gab er ein Interview, bei dem er den Kindern von seinem Sport erzählte und ihnen Tipps mit auf den Weg gab.
Vize-Europameister Robert Joachim setzt sich für sportliche Kinder ein
Circa 100 Kinder probierten an diesem Tag die verschiedenen Sportarten aus, die durch fachkundige Trainerinnen und Trainer betreut wurden. An den Stationen wurden für die jeweilige Sportart typische Übungen ausgeführt und die erzielten Ergebnisse festgehalten. Am Ende der Veranstaltung gab es eine Siegerehrung, bei der die besten Leistungen der Kinder im Gewichtheben, Radsport und Volleyball honoriert wurden.
Die nächsten beiden Talentiaden finden am 5. Mai 2018 in der Sporthalle Charlottenburg und am 2. Juni im Horst-Korber-Sportzentrum in Spandau statt.
Über Robert Joachim
Der Berliner Robert Joachim (31) ist Vize-Europameister im Gewichtheben. Der Sportsoldat schaffte beim Championat in Bukarest 311 (Reißen 138/Stoßen 173) Kilogramm im olympischen Zweikampf der 69-Kilo-Klasse. In der Teildisziplin Stoßen gewann er ebenfalls die Silbermedaille. Für Robert ist das der größte Erfolg seiner Karriere. Bei den Titelkämpfen im vergangenen Jahr war er Zweikampf-Dritter und hat ebenfalls Silber im Stoßen gewonnen.
Gewichtheben unter Anleitung von Robert Joachim
Über die Talentiade
Die Talentiade ist eine Veranstaltung des Projekts BERLINHATTALENT, das der Landessportbund Berlin und der Senat seit 2011 gemeinsam durchführen, um Berliner Kinder sportlich zu fördern und zu fordern. Im Rahmen des Projekts BERLINHATTALENT werden die motorischen Fähigkeiten von Berliner Drittklässlern (Alter: 8–10 Jahre) ermittelt. Auf Grundlage des Deutschen Motorik-Tests (DMT) untersucht der LSB die motorischen Fähigkeiten von Berliner Grundschülern. Getestet werden die Fähigkeiten: Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Beweglichkeit. Ziel ist es, talentierte Kinder zu den Sportarten zu bringen, in denen sie mit großem Spaß herausragende Leistungen erbringen, um sie bei Interesse auf einer der Eliteschulen des Sports einzuschulen. Bei weniger talentierten Kindern werden Handlungsempfehlungen gegeben, um sie motorisch gezielt in Bewegungsfördergruppen zu fördern und zu fordern.
Durch die enge Kooperation zwischen Schulen und Sportvereinen werden die Sportangebote für die Kinder möglichst niedrigschwellig gestaltet und qualifiziert durchgeführt. Jede der getesteten Schulen hat im Anschluss die Möglichkeit, eine Bewegungsfördergruppe einzurichten.
Wie können Akteure aus den Bereichen Bildung, Erziehung, Gesundheit und Sport effektiv zusammenarbeiten, um Kindern den Zugang zur regelmäßigen Bewegung in Schule und Sportverein zu ermöglichen? Unter diesem Motto lässt sich die 3. Landeskonferenz Sport und Gesundheit des Landessportbundes Mecklenburg-Vorpommern (LSB M‑V) zusammenfassen, die am 19. April 2018 im Bürgerhaus in Güstrow stattfand. Neben zahlreichen Sportlehrkräften, Übungsleitern, Erziehern, Ärzten sowie Vertretern des Bildungsministeriums und Krankenkassen folgten auch wir vom Landessportbund Berlin mit dem Projekt BERLINHATTALENT der freundlichen Einladung des LSB M‑V.
BERLINHATTALENT auf der 3. Landeskonferenz Sport und Gesundheit, Foto: LSB M‑V /Adrian
Nach einer „bewegten Eröffnung“ (lebendige Statistik) durch Moderatorin Dörte Graner sowie einführenden Worten von Andreas Bluhm (Präsident des LSB M‑V), der die Notwendigkeit regelmäßiger sportlicher Bewegung herausstellte, folgten Impulsreferate von Prof. Dr. Eckart Balz (Bergische Universität Wuppertal) und Jörg Heusler (Gesundheitsamt Vorpommern-Rügen). Die gesundheitlichen Folgen von Inaktivität in der Schule sowie der gesteigerte Medienkonsum wurden als zentrale Risikofaktoren für die Gesundheit der Kinder identifiziert. Gleichzeitig zeigten die gesammelten Gesundheitsdaten der Schuleingangsuntersuchungen der vergangenen Jahre, dass sich ein Abwärtstrend sowohl von der motorischen Leistungsfähigkeit als auch des allgemeinen Gesundheitszustandes der Kinder in Mecklenburg-Vorpommern abzeichnete. Diesem Trend gilt es entgegenzuwirken und so wurde in den folgenden fünf Workshops intensiv über Lösungsstrategien diskutiert.
„Vom motorischen Test zur qualifizierten Bewegungsempfehlung“ hieß der Workshop 5, der von den Referenten Janine Gegusch und Jan Lesener vom LSB Berlin durchgeführt wurde. Nach einer ausführlichen Darstellung des Deutschen Motorik-Tests sowie den differenzierten Ansätzen des Projektes BERINHATTALENT (Talent- und Bewegungsförderung) stellte sich die Frage, ob eine ähnliche Umsetzung auch in dem Flächenland Mecklenburg-Vorpommern umsetzbar wäre. Die Teilnehmer/-innen des Workshops zeigten sich sehr offen, dem Berliner Modell in Teilen zu folgen und nach Möglichkeiten der Implementierung zu suchen. Gerade von Seiten der Medizin herrschte ein großes Interesse an einer zukünftigen Zusammenarbeit. Auch wenn die Initiative viel Zuspruch erhielt, musste man konstatieren, dass eine Umsetzung des gesamten Projektes nicht ganz so einfach zu realisieren ist. Mecklenburg-Vorpommern ist ein Land der Diversität, in der kleine Dörfer und große Städte zahlreiche Unterschiede in den Möglichkeiten der Sportförderung offenbaren. Zudem fehlt es aktuell noch an finanzieller und organisatorischer Unterstützung seitens der Landesregierung, um ein ähnliches Programm zu initiieren. Bewegung und Sport stellen nicht nur in Berlin elementare Bausteine für eine gesunde Zukunft der heranwachsenden Generation dar. Wir hoffen, dass wir ein paar neue Erkenntnisse liefern konnten, wie es gelingen kann, aus den Ergebnissen motorischer Tests qualifizierte Interventionsmaßnahmen zu initiieren und durchzuführen, von denen talentierte Kinder wie eben jene mit motorischem Förderbedarf gleichermaßen profitieren.